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Kiel : Ministerium warnt vor Bunthörnchen-Virus

vom
Aus der Onlineredaktion

Bei Tieren in SH ist das Bunthörnchen-Bornavirus 1 nachgewiesen worden. Für Menschen kann es tödlich sein.

Kiel | Das schleswig-holsteinische Umweltministerium rät allen Haltern von Bunt- und Schönhörnchen, ihre Tiere auf einen für Menschen gefährlichen Erreger untersuchen zu lassen. Das Bunthörnchen-Bornavirus 1 (Variegated Squirrel 1 Bornavirus) sei bei einzelnen Bunthörnchen und Schönhörnchen nachgewiesen worden, darunter auch Tieren aus Schleswig-Holstein, teilte das Ministerium am Mittwoch mit. Umfangreiche Untersuchungen deuteten darauf hin, dass sich mehrere Menschen an infizierten Hörnchen angesteckt haben. Die betroffenen Menschen erkrankten demnach an einer schweren Gehirnentzündung, die nach wenigen Monaten zum Tod führte.

Spaziergänger müssen sich keine Sorgen machen: Betroffen sind nur Schön- und Bunthörnchen, die von Züchtern gehalten werden. Eichhörnchen sind nicht infiziert.

Die mit dem VSBV-1 infizierten Bunt- und Schönhörnchen zeigten keine Krankheitssymptome. Ob sich die Tiere in Deutschland angesteckt haben oder der Erreger mit Tierimporten nach Deutschland gelangte, ist nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts noch nicht bekannt.

Der wahrscheinlichste Übertragungsweg zwischen den Hörnchen und auf den Menschen sind Kratz- oder Bissverletzungen. Daher wird den Tierhaltern Vorsicht im Umgang mit den Tieren und gegebenenfalls entsprechende Schutzmaßnahmen vor Verletzungen empfohlen.

Das Ministerium bittet Halter, sich bei den für sie zuständigen Veterinärämtern zu melden, um die Tierbestände zu erfassen. Die Untersuchungen auf den Erreger seien für private Tierhalter kostenlos.

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erstellt am 16.Mär.2016 | 16:29 Uhr

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