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Heikle Mission im Weltall : Mini-Labor mit Kieler Füßen landet auf Kometen

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Die Europäische Weltraumorganisation will Aufschluss über Ursprung des Lebens geben. Experten vergleichen die Mission mit der Mondlandung.

Kiel/Darmstadt | Wenn das Mini-Labor „Philae“ der „Rosetta“-Mission am Mittwochnachmittag den Kometen „Tschuri“ ansteuert, werden auch Mitarbeiter der Kieler Christian-Albrechts-Universität gespannt auf die Bildschirme blicken. „Es ist ein mathematisches Wunder, was da stattfindet“, sagte Handwerksmeister Matthias Burmeister am Dienstag. Der 51-Jährige hat mit seinen Kollegen von der Technischen Fakultät in Kiel die Füße für das Mini-Labor gebaut.

Mit dem Bau der Teile waren die Kieler 2001 vom damaligen Max-Planck-Institut für Aeronomie in Katlenburg-Lindau beauftragt worden. Die Füße müssen nun zeigen, dass sie „Philae“ zusammen mit den Landebeinen in der Kälte des Weltraums eine sichere Landung ermöglichen. Insgesamt drei Sätze seien damals in Kiel gefertigt worden, sagte Burmeister. „Eines ging bei Tests kaputt, eines ist nun unterwegs und eines war Reserve.“

Am Mittwochnachmittag wollen die Experten der Europäischen Weltraumorganisation (Esa) ihr Mini-Labor auf dem Kometen „67P/Tschurjumow-Gerassimenko“ aufsetzen lassen. Zehn Jahre war „Rosetta“ dahin unterwegs, hat mehr als 6,4 Milliarden Kilometer zurückgelegt. Die Raumsonde war am 2. März 2004 mit einer Ariane-5-Rakete von der Weltraumstation Kourou in Französisch-Guayana gestartet, „Philae“ huckepack dabei. Die gewagte „Rosetta“-Mission der Europäischen Weltraumorganisation (Esa) wird von manchen Experten mit der Mondlandung 1969 verglichen. „Das ist das erste Mal, dass so etwas unternommen wird, ein Meilenstein“, sagt Paolo Ferri, Chef des Esa-Flugbetriebs im Satelliten-Kontrollzentrum Esoc in Darmstadt.

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erstellt am 11.Nov.2014 | 19:41 Uhr

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