Arenholz : Messerstiche drangen durch Schutzwesten

Die beiden Kieler Zollbeamten, die auf dem A7-Rastplatz Arenholz durch die Messerstiche eines Rumänen (36) verletzt wurden, sind weiter im Krankenhaus.

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11. April 2012, 11:39 Uhr

Kiel | Es bestehe allerdings keine Lebensgefahr, erklärte Otto Gosch von der Flensburger Staatsanwaltschaft am Dienstag. Beide Zöllner waren am Oberkörper verletzt worden. Stefan Littek, Sprecher des Kieler Hauptzollamts: "Die Stichwunden wurden genäht, es geht beiden Beamten den Umständen entsprechend gut." Wie sie die Messerattacke psychisch verarbeiten würden, müsse man abwarten.
Beide Beamte trugen Schutzwesten, die jedoch die Stiche nicht abhielten. "Es waren sogenannte ballistische Unterziehwesten, die vor Beschuss schützen sollen", erklärte Littek. Das Aramidgewebe solcher Westen kann Pistolenkugeln stoppen, gegen Messerstiche bietet es aber nur einen unzureichenden Schutz. Littek: "Dafür gibt es spezielle Stichschutzwesten, die wir beim Zoll ebenfalls verwenden." Getragen würden Stichschutzwesten vorwiegend bei Kontrollen von Schwarzarbeitern. "Ein Bereich dabei ist ja das Gaststättengewerbe", erklärt Littek. "Bei einer Kontrolle in der Küche könnten Verdächtige schnell einmal zum Messer greifen."

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