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Auszeichnung für Ehrenamt : „Menschen des Jahres“ kommen von Föhr

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Der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (sh:z) fragte seine Leser: Wer ist der Mensch des Jahres 2013? Geworden sind es gleich zwei: Beate und Brar Nissen von der Föhrer DLRG. In Neumünster wurden sie geehrt.

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erstellt am 31.Jan.2014 | 13:39 Uhr

Neumünster | Die Auszeichnung „Menschen des Jahres“ geht in diesem Jahr nach Föhr. Beate und Brar Nissen wurden für ihr ehrenamtliches Engagement in der Jugendarbeit der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ausgezeichnet. Sie bekamen die meisten Stimmen unserer Leser bei der Aktion, die der sh:z gemeinsam mit der Flensburger Brauerei austrägt.

Helge Matthiesen, Chefredakteur des sh:z machte es lange spannend, bis er die Sieger bekannt gab. Unter den drei Nominierten mit den meisten Stimmen der Leser waren auch Dietmar Ruhfus aus Eckernförde und Kim Schnoor aus Schleswig. Matthiesen betonte, dass es bei Menschen des Jahres nur Gewinner gebe. Jeder Nominierte habe sich außerordentlich engagiert, „Wir können hier deutlich machen, wie vielfältig das Ehrenamt im Lande ist“. Sie dienten als Vorbilder, die andere anregen, selbst aktiv zu werden.

Ministerpräsident Torsten Albig sagte auf der Festveranstaltung im Alten Stahlwerk in Neumünster, „dieses Land ist ein Land, in dem wir uns gegenseitig stützen, in dem wir aufeinander aufpassen“. Das zeige die Aktion „Menschen des Jahres“. „Sie machen dieses Land heller, Sie machen es wärmer. Sie sind die Helden und Vorbilder unserer Zeit. Solche Menschen braucht das Land“, lobte er alle Nominierten.

Der Preisträger Brar Nissen übernahm 2003 den Vorsitz der Föhrer DLRG vom Gründungschef Andreas Burgdorf. „Oberste Priorität“ räumte der Computer-Fachmann den Jugendlichen ein und bezog diese Aussage neben der Ausbildung und Wettkampfteilnahme ausdrücklich auch auf eine sinnvolle Freizeitgestaltung. Anfangs mit dem Jugendwart Thore Clausen an seiner Seite, seit 2007 von Jugendwartin Beate Nissen unterstützt.

250 Mitglieder stark ist die DLRG-Ortsgruppe auf Föhr. Sie nehmen zahlreiche Aufgaben auf der Insel wahr: Dienst an den Stränden, die Absicherung diverser Großveranstaltungen, Hilfeleistungen für Segler, Surfer und Motorbootfahrer sowie Tauchgänge im Dienst der Wyker Dampfschiffs-Reederei oder der Polizei. Dass trotzdem genug Zeit für die Jugendarbeit bleibt, ist dem großen Einsatz von Beate und Brar Nissen zu verdanken. Der Nachwuchs ist begeistert von der Arbeit der zwei und ist mit Feuereifer bei Funklehrgängen oder Schwimmausbildungen dabei. Motivation sind auch die zahlreichen Wettkämpfe, die die Jugendlichen auf Landes- oder Kreisebene gewannen.

Ministerpräsident Albig lobte Beate und Brar Nissen, es verdiene besonderen Respekt, dass sie neben den Kernaufgaben der DLRG der Jugendarbeit einen so breiten Raum einräumen. „Ihr Beitrag für Nachwuchsförderung ist bemerkenswert. Bei Ihnen lernt man Verantwortungsbewusstsein, bei Ihnen lernt man soziale Kompetenz.“

Herauszuheben sind neben den Nissens aber auch die anderen Kandidaten, die mit ihrem ehrenamtlichen Engagement in ganz Schleswig-Holtstein zum Zusammenhalt des Gemeinwesens beigetragen haben. Über jeden Kandidaten gibt es ein Videoporträt auf shz.de.

- Ruth Muschalla, nomininiert von den Lesern des Flensburger Tageblatts, die seit 50 Jahren eine Tierauffangstation betreibt.

- Kim Schnoor, nominiert von den Lesern der Schleswiger Nachrichten, der im März 2013 bei eiskalten Temperaturen in die Schlei sprang, um einen Rentner vor dem Ertrinken zu retten.

- Dietmar Ruhfus, nominiert von den Lesern der Eckenförder Zeitung, der mit dem Fahrrad von Flensburg nach Füssen fuhr, um auf das Schicksal von Menschen mit Augenkrebs aufmerksam zu machen.

- Heinz Seppmann, nominiert von den Lesern der Norddeutschen Rundschau, der ehremamtlich 15 Monate lang die Kreisverwaltung Steinburg leitete, als kein Hauptamtlicher zur Verfügung stand.

- Catherine Meseritzer, nominiert von den Lesern des Nordfriesland Tageblatts, die sich seit 16 Jahren ehrenamtlich in der Altenbetreuung engagiert.

- Julia Freese, nominiert von den Lesern des Ostholsteiner Anzeigers, die sich für den Erhalt und die Pflege des Kurparks in Malente engagiert.

- Brigitte und Bernd Bredow, nominiert von den Lesern der Sylter Rundschau, die Menschen mit Behinderung bei der Freizeitgestaltung unterstützen.

- Georg Martinsteg, nominiert von den Lesern der Tageszeitungen im Kreis Pinneberg, der in Schenefeld plattdeutsche Geschichten vorliest.

- Elke Heilsberger, nominiert von den Lesern des Stormarner Tageblatts, die sich in der Laienspielgruppe des Verschönerungsvereins Bargteheide engagiert.

- Peter Wöhlk, nominiert von den Lesern des Holsteinischen Couriers, der als “Opa Peter” den Kindern die Natur erklärt

- Thorsten Schulze, nominiert von den Lesern der Husumer Nachrichten, der als Vorsitzender des TSV Hattstedt für einen verunglückten Sportkameraden eine Hilfsaktion ins Leben rief.

- Björn Matthies und Jörn Kühl, nominiert von den Lesern der Landeszeitung Rendsburg, die als Feuerwehrleute äußerst engagiert halfen, nach dem Orkan “Christian” wieder aufzuräumen.

- Wolfgang Nödl, nominiert von den Lesern des Schlei-Boten, der als “German Doctor” in den ärmsten Ländern der Welt unterwegs ist.

- Gerhard Höpfner, nominiert von den Lesern des Hanse Markts Lübeck, der sich für die Erforschung fossiler Wale engagiert.

- Marlis Halft aus Kiel, die als “Mutter des Kieler Entenrennens” fast 500.000 Euro für den guten Zweck einsammelte.

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