"Wind Energy" : "Mehr war leider nicht zu erreichen"

Vertreter der Koalitionen im Kieler Landtag äußern sich zum dem Kompromiss zwischen Hamburg und Husum in Sachen Windmesse.

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30. April 2013, 11:49 Uhr

Kiel | Dieter Harrsen, Nordfrieslands Landrat: "Der erzielte Kompromiss ist für Husum nicht so gut wie erhofft, aber mehr war leider nicht zu erreichen. Bei einem noch länger dauernden Streit zwischen Husum und Hamburg wäre die Gefahr gestiegen, dass die weltweite Leitmesse der Branche nicht einmal mehr in Norddeutschland stattfindet. Trotzdem bleibt das Vorgehen Hamburgs inakzeptabel."

Lars Harms, Chef der SSW-Landtagsfraktion: "Jetzt werden die Kräfte gebündelt, statt sich weiter zu beharken. Das sichert nicht zuletzt den Standort Husum, der nun mittelfristig Planungs- und Finanzierungssicherheit für die Ausrichtung seiner alle zwei Jahre stattfindenden Windmesse hat. Durch die gemeinsame Ausrichtung mit der Metropole Hamburg gewinnt Husum als Mekka der Windenergie nochmals deutlich an Schlagkraft."

Reimer Böge, CDU-Landeschef: "Hamburg bekommt die internationale Leitmesse und Schleswig-Holstein den Hamburger Hafenschlick."

Oliver Kumbartzky, energiepolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion: "Der gefundene Kompromiss ist ein herber Schlag für den Messestandort Husum. Über Jahre hinweg galten Husum und die Wind Energy als Mekka der Windkraft in der ganzen Welt. Diesen besonderen Status wird Husum jetzt an Hamburg abtreten."

Thomas Nissen, SPD-Fraktionschef im nordfriesischen Kreistag: "Über die gemeinsame Messegesellschaft tragen beide Verantwortung für den Standort des anderen. Das ist ein kluges Konstrukt."

Detlef Matthiessen, energiepolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion im Landtag: "Auch wenn die Messe gesellschaften sich jeweils zur Hälfte einbringen: Der regionalwirtschaftliche Effekt geht weit über die Messe selbst hinaus und wird nun zum großen Teil nach Hamburg verlagert werden."

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