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Luxus auf dem Camping-Platz : Mehr Camper kommen nach Schleswig-Holstein

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Ferien im Zelt oder Wohnmobil - aber bitte mit Golf und Wellness. In Schleswig- Holstein hat die Zahl der Übernachtungen auf Campingplätzen zugelegt.

shz.de von
erstellt am 21.Dez.2013 | 10:28 Uhr

Campingtouristen sind hart im Nehmen. Viele von ihnen schwören auch im Winter auf Ferien im Wohnwagen oder Wohnmobil. Einige wollen sogar den Jahreswechsel auf den Campingplatz verbringen. „Wir haben bereits rund 50 Voranmeldungen für unsere Silvesterfeier mit Buffett und Tanz“, sagt der Eigentümer des Campingplatzes Wulfener Hals auf Fehmarn, Volker Richey. Das bestätigen auch die Zahlen des Statistikamtes Nord. Danach ist die Zahl der Übernachtungen von Campingtouristen in Schleswig-Holstein trotz des kalten Frühjahrs und des verregneten Frühsommers in den ersten neun Monaten 2013 im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2012 um 3,4 Prozent gestiegen.

Besonders großen Anteil an dieser Entwicklung hatten die Plätze in der Holsteinischen Schweiz (plus 12,6 Prozent) und an der Ostsee (plus 5,5 Prozent). An der Nordsee ging die Zahl der Übernachtungen dagegen in den ersten neun Monaten 2013 um 4,3 Prozent zurück. „Eine mögliche Erklärung könnte sein, dass die Platzbetreiber an der Ostsee sehr frühzeitig den Trend zum luxuriösen Camping - dem sogenannten Glamping - aufgegriffen haben“, sagt der Pressesprecher der Tourismus- Agentur Schleswig-Holstein, Marc Euler.

Auch Campingurlauber legten zunehmend Wert auf Qualität und eine gewisse Bequemlichkeit, sagt er. Dazu gehören neben guter Erreichbarkeit, schöner Lage und modernen Sanitäranlagen vor allem attraktive Freizeitangebote auf dem Gelände. Dazu gehören Segel-, Surf- oder Tauchkurse, Animationsangebote für Kinder und Erwachsene sowie Sport- und Wellnessprogramme. „Wir bieten Golfkurse an, und unser unbeheiztes Schimmbad ist im Winter als Tauchbecken nach dem Saunagang gefragt“, sagt Richey.

Rund 180 Campingplätze gibt es nach Angaben des Verbandes der Campingunternehmer Schleswig-Holstein (VCSH) im nördlichsten Bundesland, davon 121 entlang der Ostseeküste zwischen Lübeck-Travemünde und Flensburg. Doch nur rund ein Dutzend von ihnen hat rund ums Jahr geöffnet - die meisten schließen spätestens Ende Oktober.

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