Europa-Universität Flensburg : „MediaMatters!“: Digitales Lernen soll selbstverständlich sein

Diskutierten die Bedingungen der schulischen Medienbildung in Schleswig-Holstein: Wissenschaftsstaatssekretär Rolf Fischer, Annika Langbehn, Ben Buchner (13. Klasse Küstengymnasium Neustadt), Christian Filk, Professor für Medienpädagogik an der Europa-Universität Flensburg, Ralf Hübner, stellvertretender Schulleiter des Küstengymnasiums Neustadt (v.l.n.r.).
Diskutierten die Bedingungen der schulischen Medienbildung in Schleswig-Holstein: Wissenschaftsstaatssekretär Rolf Fischer, Annika Langbehn, Ben Buchner (13. Klasse Küstengymnasium Neustadt), Christian Filk, Professor für Medienpädagogik an der Europa-Universität Flensburg, Ralf Hübner, stellvertretender Schulleiter des Küstengymnasiums Neustadt (v.l.n.r.).

Ein neues Projekt an der Flensburger Europa-Universität will schulische Medienkompetenz vermitteln.

shz.de von
22. November 2014, 10:00 Uhr

Deutsche Schüler belegen im Umgang mit dem Internet einen der mittleren Plätze – das hat die erste international vergleichende Studie „International Computer and Information Literacy Study“ ergeben, deren Ergebnisse diese Woche in Brüssel und Berlin präsentiert wurden. 30 Prozent der deutschen Kinder verfügen nur über rudimentäres Wissen zum Umgang mit neuen Technologien.

Hier setzt das Projekt „MediaMatters!“ des Seminars für Medienbildung an der Europa-Universität Flensburg an. Das Vorhaben hat sich zum Ziel gesetzt, die schulische Medienkompetenzvermittlung und -aneignung kooperativ mit allen Beteiligten nachhaltig zu verbessern. Den Auftakt der 2015 beginnenden vierjährigen „MediaMatters!“-Hauptstudie mit zunächst sieben Schulen des Landes stellt die Flensburg Winter School 2014 – Medienbildung als Schulentwicklung dar.

„Digitales Lernen in der Schule wird immer selbstverständlicher und ist eine große Chance. Zugleich müssen Kinder und Jugendliche dabei lernen, sich kritisch und verantwortungsvoll mit der Medienwelt auseinander zu setzen. Dabei kommt den Lehrerinnen und Lehrer eine besondere Verantwortung zu“, sagte Wissenschaftsstaatssekretär Rolf Fischer. Sein Kieler Ministerium fördert „MediaMatters!“, ebenso wie die Medienanstalt Hamburg/Schleswig Holstein (MA HSH) und die Pressestiftung Flensburg.

„Das Projekt MediaMatters! stärkt die zukünftige Medienkompetenz und die Medienbildung an den Schulen. Es ist ein wertvoller Beitrag, um den weiter wachsenden pädagogischen Anforderungen kompetent zu begegnen“, so Fischer weiter. Projektleiter Christian Filk, Professor für Medienpädagogik und interdisziplinäre Medienforschung an der Europa-Universität Flensburg, betonte die Bedeutung des Austauschs: „Das Projekt MediaMatters! und die Flensburg Winter School bringen Verantwortliche, Handelnde und Betroffene aus schleswig-holsteinischen Schulen zusammen, damit diese voneinander und miteinander lernen, praktische medienpädagogische Lösungsansätze erproben und ihre Schule insgesamt entwickeln.“

An der „Winter School“ nimm auch Ralf Hübner teil, stellvertretender Schuleiter des Küstengymnasiums Neustadt. Die IT-Modellschule arbeitet seit ca. zehn Jahren mit Laptops im Unterricht und kooperiert seit diesem Jahr als Referenzschule dem Projekt: „Das Selbstverständnis der Lehrer wandelt sich von der Rolle des Wissensvermittlers hin zu einer beratenden und moderierenden Funktion“, so Hübner.

Diese Wandlung war für Annika Langbehn, Schülerin des Küstengymnasiums Neustadt, ein Kriterium bei der Schulwahl: „Die Aussicht auf das Angebot digitalen Lernens am Küstengymnasium war für mich wichtig in der Entscheidung für diese Schule.“ Die Flensburg Winter School 2014 – Medienbildung als Schulentwicklung findet vom 27. bis zum 29. November in der Europa-Universität Flensburg statt und steht allen Interessierten offen.

Das gesamte Programm ist zu finden unter http://mediamatters-sh.de/flensburg-winter-school/
 

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