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„Sailing Yacht A“ : Masten kaputt? Aufregung um Megayacht „White Pearl“ in Kiel

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Geheimnisse ranken sich um das Riesenschiff „White Pearl“. Das neueste Gerücht hat mit den 90 Meter hohen Masten zu tun.

shz.de von
erstellt am 17.Okt.2015 | 17:09 Uhr

Wirbel um die „White Pearl“: Das Segelmagazin „Yacht“ und das Kieler Stadtportal kielisreal.de berichteten, die Megayacht, die seit rund drei Jahren auf der Kieler Werft German Naval Yards gebaut wird, habe bereits nach den ersten Probefahrten Schaden genommen. „Das ist Unfug“, sagte Susanne Wiegand, Geschäftsführerin der Werft, dem sh:z. An dem Schiff sei nichts kaputt, gerissen oder gebrochen.

Die riesige Jacht wird seit drei Jahren gebaut und wurde unter dem Projektnamen „White Pearl“ bekannt. Der offizielle Name der Yacht lautet nach Angaben des Pressesprechers des russischen Auftraggebers Andrej Melnitschenko „Sailing Yacht A“. Auf der Werft German Naval Yards (ehemals ADM Kiel) soll sie fertiggestellt werden. Der Bau des Schiffes wurde mehrere Jahre lang wie ein Geheimnis gehütet. Der Kaufpreis für den Neubau Nummer 787 dürfte in dreistelliger Millionenhöhe liegen.

Die „Yacht“ hatte berichtet, dass beim größten Segelschiff der Welt am hinteren der drei Masten – alle drei über 90 Meter hoch – Risse aufgetreten seien, die möglicherweise auf einer Probefahrt vor Dänemark durch das Hissen eines des riesigen Segels verursacht wurden.

„Das sind keine Risse“, sagt dazu Wiegand. Am Mast seien Sensoren befestigt worden, mit denen die Abgastemperaturen gemessen werden, um die richtige Beschichtung am Mast anbringen zu können. Mehr gebe es dazu nicht zu sagen. Das Onlineportal korrigierte gestern Abend seine ursprünglichen Angaben.

Keine Risse: Die Werft stellte klar, dass es sich um Sensoren handelt, die am Mast der „White Pearl“ befestigt wurden.
Keine Risse: Die Werft stellte klar, dass es sich um Sensoren handelt, die am Mast der „White Pearl“ befestigt wurden. Foto: kielisreal (2)
 

Die Mega-Masten aus Carbon sind laut Hersteller die längsten freistehenden Masten aus Verbundmaterial, die je für eine Segelyacht hergestellt wurden.

Das über 140 Meter lange und fast 25 Meter breite Schiff der Superlative (zum Vergleich: Die Gorch Fock bringt es auf knapp 90 Meter Länge und zwölf Meter Breite), war erst vor knapp vier Wochen zur ersten Probefahrt in der Landeshauptstadt gestartet. Seitdem war die „Weiße Perle“ mehrfach auf der Kieler Förde zu bewundern.
 

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