zur Navigation springen

Notruf auf dem NOK : Marine rettet Aida-Passagier auf dem Kanal

vom

Dem schnellen Einsatz eines Marine-Hubschraubers verdankt ein Passagier der "Aida Cara" wohl sein Leben.

shz.de von
erstellt am 21.Mai.2013 | 04:38 Uhr

Sehestedt/Kiel | Glück im Unglück hatte Samstagabend offensichtlich ein 70 Jahre alter Passagier auf dem Clubschiff "Aida Cara". Gut drei Stunden nach dem Auslaufen in Kiel, während der Nord-Ostsee-Kanal-Passage Richtung Brunsbüttel, musste das Kreuzfahrtschiff gegen 20 Uhr kurz vor Sehestedt einen Notruf absetzen. Der Bordarzt hatte bei einem männlichen Passagier innere Blutungen diagnostiziert.
Zufällig startete genau zu dieser Zeit ein Marine-Helikopter vom Typ Westland "Sea King" in Kiel, der nach dem Transport eines erkrankten Kindes von Amrum zum Universitätsklinikum Schleswig-Holstein den begleitenden Arzt zurück auf die Nordsee-Insel bringen wollte. Nur wenige Minuten nach dem Absetzen der Notfallmeldung konnte daher der Marine-Hubschrauber direkt die "Aida Cara" anfliegen und den erkrankten Passagier mit einem Winsch-Manöver an Bord nehmen. Eine Landung auf dem Kreuzfahrtschiff war ausgeschlossen.

Passagier wurde nach Kiel geflogen


Kurze Zeit später landete der Marine-Hubschrauber wieder in Kiel. Dort wurde der Passagier in ein Krankenhaus gebracht. Möglicherweise hat die schnelle Unterstützung des Helikopters dem Passagier das Leben gerettet, da nach der Verlegung des Marinefliegergeschwaders 5 von Kiel nach Nordholz/Niedersachsen die Hilfeleistung wesentlich länger gedauert hätte. Die nächstgelegen stationierten Marine-Hubschrauber sind in Rostock und Nordholz.
Zwar betreibt die Deutsche Rettungsflugwacht (DRF) zwei Hubschrauber in Rendsburg (Christoph 42) und Niebüll (Christoph Europa 5). Doch Christoph 42 verfügt nach DRF-Angaben nicht über eine Seilwinde und Chrisoph Europa 5 fliegt nicht rund um die Uhr. Außerdem hätten auch diese Maschinen nicht an Deck des Kreuzfahrtschiffes landen können.
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen