Flensburg : Marine-Offizier tödlich verunglückt

Auf einem dieser Segelboote verunglückte der Marinesoldat.
Auf einem dieser Segelboote verunglückte der Marinesoldat.

Wieder ein tödlicher Unfall bei der Marine: Ein 28-jähriger Offizier starb am Montagnachmittag bei einer Ausbildungsfahrt auf der Flensburger Außenförde.

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11. August 2011, 08:59 Uhr

Flensburg | Plötzlich schlug das Großsegel auf die andere Seite des Bootes - und traf einen 28-jährigen Kapitänleutnant. Der junge Mann aus Schleswig-Holstein wurde so schwer verletzt, dass er seinen Verletzungen erlag.
Neun Monate nach dem tödlichen Unfall einer jungen Kadettin auf dem Segelschulschiff "Gorch Fock" hat die Marine einen weiteren Todesfall zu beklagen. Diesmal auf einem 10,5 Meter langen Dienstsegelboot vom Typ Hanseat 70, mit dem drei Soldaten am Montag auf der Flensburger Außenförde segelten.
"Der Tod unseres Kameraden hat uns alle sehr getroffen"
Das Unglück ereignete sich gegen 17 Uhr in der Holnis Enge. Es herrschten Windstärken von 4 bis 5 aus West, in Böen 6. Und Schauerregen. "Kein leichtes Segelwetter, aber auch nicht zu schwierig", erklärt Fregatten kapitän Gunnar Wolff vom Marineamt in Rostock. Ob das Großsegel möglicher weise durch eine Windböe auf die andere Seite des Schiffes gedrückt wurde, müssen laut Wolff die Untersuchungen ergeben.
Nach dem Unfall setzten die Kameraden sofort einen Notruf ab und steuerten den nächsten dänischen Hafen an. Der verletzte Offizier der Marineoperationsschule in Bremerhaven wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Flensburger Krankenhaus transportiert. Dort verstarb er Montagabend. "Der Ehefrau und den Angehörigen spreche ich mein tief empfundenes Beileid aus. Der Tod unseres Kameraden hat uns alle sehr getroffen. Ich wünsche der Familie für die Zeit nach diesem schweren Schicksalsschlag viel Kraft und Trost", so der Kommandeur der Marineoperationsschule, Kapitän zur See Gerd Kiehnle.
Die Marine und die Staatsanwaltschaft Flensburg haben die Ermittlungen aufgenommen.
(db, shz)

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