Festnahme in Reinbek : Mann wollte Leiche im Zimmer vergraben

Vier Tage lang lag die Leiche in seinem Zimmer. Um sie zu beseitigen, stemmte der mutmaßliche Täter schließlich den Fußboden auf. Er wollte den Toten so unbemerkt begraben.

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03. Juni 2013, 12:50 Uhr

Reinbek | Drama in einer Unterkunft für Asylbewerber und Obdachlose in Reinbek (Kreis Stormarn). Als Tatverdächtigen hat die Polizei am Freitag einen 44 Jahre alten Iraner festgenommen, der in der Gemeinschaftsunterkunft der Stadt lebte.
Der Iraner hatte am Wochenende Besuch von einem 53 Jahre alten Mann aus Köln gehabt, der laut Polizei zum Obdachlosenmilieu gehörte. "Nach den bisherigen Ermittlungen war es am Sonntag zwischen den Männern zu Streitigkeiten gekommen, wobei es um Drogen gegangen sein soll", sagt Polizeisprecherin Carola Aßmann. Der 53-Jährige kam dabei ums Leben. Zum genauen Tathergang macht die Polizei keine Angaben, es heißt lediglich: "Der Tote weist Spuren von Gewalteinwirkung im Oberkörperbereich auf."

Tatverdächtiger in U-Haft

Von anderen Bewohnern der Unterkunft hatte die Polizei am Donnerstag den Hinweis bekommen, dass irgendetwas in dem Zimmer des Iraners nicht stimme. Aßmann: "Polizisten fuhren zu der Gemeinschaftsunterkunft und trafen den Tatverdächtigen bei dem Versuch an, die Leiche des Verstorbenen zu beseitigen." Die Mordkommission sicherte bis in die späten Nachmittagsstunden Spuren in der Unterkunft, erst am Abend wurde der Leichnam von Bestattern aus dem Haus getragen. Die Leiche des Kölners wird auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Lübeck in der Gerichtsmedizin obduziert.
Der Iraner wurde festgenommen. Er sagte aus, wurde dem Haftrichter vorgeführt und sitzt jetzt in der Justizvollzugsanstalt Lübeck in Untersuchungshaft.

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