Regional geschützte Produkte : Made in SH: Dithmarscher Kohl und mehr

Der Vorreiter: „Lübecker Marzipan“. „Martzapaen“ wird erstmals im Jahre 1530 in den Lübecker Zunftrollen erwähnt. Die edle Süßigkeit aus gemahlenen Mandeln und Zucker prägt den Ruf der Hansestadt bis heute. „Lübecker Marzipan“ ist in aller Welt bekannt und unterliegt bereits seit 1996 der geschützten geographischen Herkunftsbezeichnung der EU. Es darf nur in Lübeck produziert werden und muss ganz besonderen Qualitätskriterien entsprechen.
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Der Vorreiter: „Lübecker Marzipan“. „Martzapaen“ wird erstmals im Jahre 1530 in den Lübecker Zunftrollen erwähnt. Die edle Süßigkeit aus gemahlenen Mandeln und Zucker prägt den Ruf der Hansestadt bis heute. „Lübecker Marzipan“ ist in aller Welt bekannt und unterliegt bereits seit 1996 der geschützten geographischen Herkunftsbezeichnung der EU. Es darf nur in Lübeck produziert werden und muss ganz besonderen Qualitätskriterien entsprechen.

Dithmarscher Kohl wird jetzt mit dem blau-gelben EU-Siegel als „regional bedeutsames Produkt“ vor Nachahmung geschützt. Schleswig-Holstein hat weitere regional geschützte Erzeugnisse zu bieten. Manche warten noch auf Anerkennung.

shz.de von
15. Januar 2014, 15:31 Uhr

Berlin/Kiel | Was haben Lübecker Marzipan, Holsteiner Katenschinken, Holsteiner Karpfen und Holsteiner Tilsiter gemeinsam? Sie tragen das Gütezeichen der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein. Und alle vier Produkte müssen in Schleswig-Holstein produziert werden. Die EU hat ihre geografische Angabe geschützt – zuletzt beim Käse im Dezember vergangenen Jahres. Deshalb macht die Landwirtschaftskammer auf der Freitag beginnenden Grünen Woche in Berlin dieses Thema zum Schwerpunkt ihres Messeauftritts.

„Regionalität wird den Kunden wichtiger als Bio“, sagt Joachim Burgemeister. Der Referent für Milchwirtschaft beim Genossenschaftsverband betont die Vermarktungschancen durch die geschützte geografische Angabe. Denn wer Holsteiner Tilsiter kauft, kann sicher sein, dass alle Schritte zur Herstellung in Schleswig-Holstein durchgeführt wurden – sonst droht eine Abmahnung vom Landeslabor. „Die natürlichen und nur hier beheimateten Bakterienkulturen in den Reifekellern verleihen dem Holsteiner Tilsiter seine unvergleichbar pikante Geschmacksnote“, heißt es in einer Mitteilung der Landwirtschaftskammer.

Am 14. Januar hat die EU auch den Dithmarscher Kohl auf die Liste der Produkte mit geschützter geografischer Angabe gesetzt. Einige Bauern führen für ihren Kohl auch das Gütezeichen der Landwirtschaftskammer. Ebenso wie ein Produkt, das aus Dithmarscher Weiß- und Spitzkohl gemacht wird: Sauerkraut aus dem Kohlosseum in Wesselburen.

Auf der Grünen Woche präsentieren sich mehr als 1500 Aussteller aus aller Welt. In Halle 22a sind Firmen und Organisationen aus dem nördlichsten Bundesland vertreten. Neben bekannten Marken wie Flensburger und Dithmarscher Pilsener, Böklunder und Behn sind zwei neue Teilnehmer dabei: das Nordfriesische Lammkontor aus Husum und Larsen Danish Seafood aus Harrislee. Der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (sh:z) ist mit einer gläsernen Redaktion vertreten. Von dort wird über die Messe in unseren Zeitungen und auf www.shz.de/gruenewoche berichtet.

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