Gegorenes Getreide gefressen : Lübecker Torkel-Tauben sind ausgenüchtert

Holger Beese entlässt die ausgenüchterten Tauben in die Freiheit.
Holger Beese entlässt die ausgenüchterten Tauben in die Freiheit.

Zwei Tiere überlebten das Picken gegorenen Getreides nicht: sie starben an Alkoholvergiftung. 66 weitere wurden im Tierheim wieder fit für die Freiheit gemacht.

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12. November 2013, 19:00 Uhr

Die blauen Tauben von Lübeck flattern wieder: Es hat knapp vier Tage gedauert, bis alle der volltrunkenen Vögel wieder nüchtern waren. Holger Beese vom Lübecker Tierheim brachte die 66 Tauben am Dienstag in Käfigen zurück in ihr angestammtes Revier in der Posener Straße. „Es ist schön, sie wieder in die Freiheit zu entlassen“, sagte er.

Die Tauben hatten vergorenes Getreide gefuttert, das bei einem Großhandel in einem offenen Container lagerte. Danach flogen sie gegen Wände oder lagen schlafend auf dem Asphalt. Etliche wurden überfahren. Feuerwehrmänner sammelten sie ein. „Ein Tierarzt hat jeden Tag nach ihnen gesehen“, sagte Tierpflegerin Nina Lübker. Trotz der Pflege starb eine Taube an Alkoholvergiftung, eine zweite musste eingeschläfert werden. Der Containerdeckel des Großhandels bleibt künftig geschlossen.

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