Brunsbüttel : Lotse stürzt in Elbe - schwer verletzt

Am Montag ist ein Elblotse beim Übersteigen vom Lotsenboot auf ein Schiff in die Elbe gestürzt und schwer verletzt worden. Sein Zustand ist kritisch.

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21. Februar 2012, 12:17 Uhr

Brunsbüttel | Der Mann wurde von der Besatzung des Lotsenversetzers aus dem Wasser geborgen und in den Alten Schleusenvorhafen gebracht. Auf dem Weg dorthin kollabierte der Lotse wegen Unterkühlung, konnte aber durch den alarmierten Notarzt im Schleusenvorhafen reanimiert werden. Die Bergung des Verletzten von Bord des Lotsenversetzbootes erfolgte durch die Feuerwehr Brunsbüttel mittels Drehleiter. Der Elblotse befindet sich derzeit auf der Intensivstation des West- küstenklinikums Brunsbüttel und schwebt in Lebensgefahr.
Das befindet sich mit Dünger beladen auf der Reise von Bützfleth nach Dünkirchen. Für die Unfallermittlungen der Wasserschutzpolizei Brunsbüttel musste das Schiff MS "Cecilia" auf der Nord-Ost-Reede vor Anker gehen. Die wasserschutzpolizeilichen Ermittlungen an Bord des Frachters sind zwischenzeitlich abgeschlossen, so dass der Bulker seine Reise Richtung Zielhafen fortsetzen konnte. Die derzeit durchgeführten Ermittlungen ergaben keine Hinweise für ein Fremdverschulden. Warum der Lotse die für das Übersteigen vorbereitete Versetzbühne nicht nutzte, sondern den direkten Weg über die ausgebrachte Lotsenleiter wählte, ist zur Zeit noch nicht geklärt. Offensichtlich hatte der Verunglückte auch keine Arbeitssicherheitsweste getragen. Die Ermittlungen der WSP Brunsbüttel dauern an.

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