Havarierte Ostseefähre : "Lisco Gloria" wird verschrottet

Die brennende 'Lisco Gloria' am 11. Oktober auf der Ostsee. Foto: Havariekommando/dpa
Die brennende "Lisco Gloria" am 11. Oktober auf der Ostsee. Foto: Havariekommando/dpa

Im Oktober brannte sie auf der Ostsee aus - jetzt soll die "Lisco Gloria" verschrottet werden. Schlepper sollen sie am Mittwoch nach Estland bringen.

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16. Februar 2011, 11:18 Uhr

Die im Oktober vergangenen Jahres in der Ostsee havarierte Fähre "Lisco Gloria" tritt voraussichtlich am Mittwoch ihre letzte Fahrt an. Mit Schlepperhilfe soll das Schiff von Odense aus nach Estland gebracht werden, wie ein Sprecher des dänischen Unternehmens Shipping.dk der Nachrichtenagentur dapd sagte. Aus eigener Kraft könne das Schiff nicht mehr fahren.
Die Reederei hatte das Schiff zuvor an die estnische Firma Vakaru Refonda aus Tallinn verkauft. "Die wollen es im Baltikum verschrotten", sagte DFDS-Sprecher Gert Jakobsen. Die Reederei hatte sich gegen einen Wiederaufbau des Schiffes entschieden.
Defektes Kühlaggregat gilt als Ursache
Die Fähre war in der Nacht zum 9. Oktober vergangenen Jahres auf dem Weg von Kiel nach Klaipeda in Litauen nördlich von Fehmarn nach einer Explosion in Brand geraten. Alle 236 Passagiere und Crewmitglieder konnten das Schiff rechtzeitig verlassen. 28 von ihnen erlitten Rauchvergiftungen.
Als Ursache für das Feuer gilt weiterhin ein defektes Kühlaggregat in einem Lastwagen. Das Schiff hatte anschließend zwölf Tage mit Schlagseite vor der dänischen Insel Langeland gelegen. Riesige Löcher klafften in der Bordwand. Die 200 Meter lange Fähre war anschließend nach Odense geschleppt worden.
(dapd, shz)
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