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Tourismus : Leichtes Plus dank starkem Juli

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Sommer im siebten Monat reißt die Zahlen doch noch raus: Schleswig-Holsteins Tourismusbilanz liest sich erstmals in diesem Jahr positiv.

shz.de von
erstellt am 21.Sep.2013 | 10:27 Uhr

Petrus hat die Nordlichter nicht in Stich gelassen und mit strahlender Julisonne die Tourismus-Bilanz für Schleswig-Holstein gerettet. Vermeldete die Branche im kalten und verregneten ersten Halbjahr noch ein Minus, kann sie sich jetzt für die Zeit von Januar bis einschließlich Juli über ein leichtes Plus von 2,2 Prozent bei Gästezahlen und von 1,2 Prozent bei Übernachtungen freuen.

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) rechnet „auch für den August mit Steigerungen“. Die Branche müsse allerdings in die Qualität der Angebote und deren Vermarktung investieren. Das Land werde Anfang 2014 mit einer neuen Tourismusstrategie weitere Wachstumsimpulse geben.

Seine Hoffnung: Neue und modernisierte Hotels und Ferienwohnungen sowie Investitionen in die Infrastruktur sollen sich „positiv auf die Attraktivität Schleswig-Holsteins als Urlaubsland auswirken“. Noch würden Wachstumschancen für die Branche „nicht vollständig ausgeschöpft“.

Im Juli kamen laut Statistikamt 962.000 Übernachtungsgäste in den Norden und damit 11,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Zahl der gebuchten Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben mit mehr als zehn Betten und auf den Campingplätzen stieg um 7,3 Prozent auf 4,44 Millionen. Damit wurden in den ersten sieben Monaten dieses Jahres insgesamt 3,6 Millionen Gäste und 14,1 Millionen Übernachtungen gemeldet.

Die detaillierten Halbjahres-Ergebnisse für die einzelnen Regionen zeigen zudem, wo Stärken und Schwächen zu suchen sind. So kletterten in den ersten sechs Monaten die Übernachtungszahlen in den Städten Flensburg und Schleswig um mehr als neun, in Kiel und Lübeck jeweils um knapp vier Prozent.

Weniger Übernachtungen zählten Föhr, Büsum und Sylt, das erneut 4,7 Prozent der Übernachtungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum verlor. Binnen vier Jahren hat die Promi-Insel in der Nordsee damit gemessen an den Ergebnissen des 1. Halbjahres knapp 130.000 Übernachtungen eingebüßt. Insgesamt gingen die Buchungen an der Nordseeküste um 1,3 Prozent zurück, während sie an der Ostseeküste – auch bedingt durch bessere und intensivere Belegungen im Rehabereich – sogar um 2,3 Prozent anzogen.

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