Skelettfund in Kiel : Leiche im Müllsack: Polizei prüft Hinweise

Die Polizei am Fundort der Frauenleiche in Kiel. Foto: dpa
Die Polizei am Fundort der Frauenleiche in Kiel. Foto: dpa

Das Skelett einer Frau wurde in einem Müllsack in Kiel gefunden, jetzt wird es in der Rechtsmedizin untersucht. Die Polizei hat zahlreiche Hinweise erhalten.

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19. April 2013, 10:07 Uhr

Kiel | Mit Hochdruck ermittelt die Kieler Mordkommission im Fall der etwa 18 bis 40 Jahre alten Frau, deren sterbliche Überreste in einem Müllsack am Dienstag entdeckt worden waren. "An erster Stelle steht für uns die Identität der Toten, dann natürlich die Todesursache und der genaue Todeszeitpunkt", sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag in Kiel. Inzwischen seien zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung, aber auch von Behörden aus anderen Bundesländern zu vermissten Personen eingegangen.

"Wir prüfen, ob die Hinweise - unter anderem zu mehreren Vermissten - weiterführen, aber dies lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen", sagte der Polizeisprecher. Die skelettierten Überreste der Frau werden am Rechtsmedizinischen Institut in Kiel untersucht. "Wir haben noch keine neuen Erkenntnisse", sagte der Kieler Oberstaatsanwalt Axel Bieler am Donnerstag und fügte hinzu: "Frühestens am Freitag werden Ergebnisse eines DNA-Abgleichs mit einer Datenbank des Bundeskriminalamtes mit vermissten Personen vorliegen."

Eine Autofahrerin hatte den Müllsack mit daraus ragenden Knochenteilen am Dienstag am Straßenrand in einem Gebüsch an der Bundesstraße 76 in Kiel-Elmschenhagen zufällig gesehen, als sie an einer roten Ampel hielt. Sie informierte umgehend die Polizei. "In dem Müllsack befanden sich sämtliche Teile der Leiche", sagte der Polizeisprecher. Da der blaue Müllsack mit Laub aus dem vergangenen Herbst bedeckt gewesen sei, lasse sich der Todeszeitpunkt zumindest eingrenzen. Der Leichnam dürfte mehrere Monate alt sein.

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