Laboe : Lebenslange Haft für Mord an Zimmerwirtin

Für den Mord an einer Zimmerwirtin aus dem Ostseebad Laboe hat das Kieler Landgericht heute Nachmittag einen 37-Jährigen zu lebenslanger Haft verurteilt.

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27. November 2007, 07:59 Uhr

Wegen der Gefährlichkeit des Mannes verhängte das Gericht zudem eine anschließende Sicherungsverwahrung. Der Mann müsse sich wegen Raubes mit Todesfolge und gefährlicher Körperverletzung in drei Fällen verantworten, hieß es in der Urteilsverkündung. Die gleichaltrige Freundin des Düsseldorfers muss wegen schweren Raubes für drei Jahre und neun Monate ins Gefängnis. Das 71-jährige Opfer war im Januar mit 31 Messerstichen getötet und anschließend beraubt worden.
Bis zuletzt hat der als hochintelligent eingestufte Mann sein Geständnis immer wieder verändert und für Verwirrung gesorgt. Dabei nahm seine ihm geistig völlig unterlegene Partnerin zunächst in Schutz, um dann doch noch gegen sie auszusagen. Die Freundin bestritt ihrerseits stets jede Tatbeteiligung.
Die Staatsanwaltschaft hatte für den 37-Jährigen lebenslange Haft, die Verteidigung zwölfeinhalb Jahre gefordert. Zudem hatten die Anklage und sogar der Anwalt des Verurteilten für eine angehende Sicherheitsverwahrung plädiert. Nach rund zweiwöchiger Flucht wurden beide in Mecklenburg-Vorpommern gefasst.

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