Sparmaßnahmen : Krankenkassen sparen 23 Millionen bei Arzneien

Fast fünf Prozent weniger Geld haben Krankenkassen in Schleswig-Holstein im ersten Halbjahr 2011 für Medikamente ausgeben müssen.

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01. September 2011, 09:04 Uhr

Kiel | Die Sparmaßnahmen des Bundesgesundheitsministeriums zeigen Wirkung: Auch in Schleswig-Holstein sind die Ausgaben für Arzneimittel im ersten Halbjahr 2011 um fast fünf Prozent auf 452,5 Millionen Euro gesunken. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sparten die gesetzlichen Kassen im Land 23 Millionen. Das teilte die Techniker Krankenkasse (TK) am Mittwoch in Kiel unter Bezug auf Berechnungen der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände mit. Bundesweit verzeichnen die Kassen einen Ausgabenrückgang um 5,1 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro. "Die im Rahmen des Arzneimittel-Sparpakets beschlossenen kurzfristigen Maßnahmen stabilisieren das Gesundheitssystem", erklärte Johann Brunkhorst, Leiter der TK-Landesvertretung Schleswig-Holstein. Zu den Sparmaßnahmen, die am 1. August 2010 in Kraft getreten sind, gehören die Erhöhung des Herstellerrabattes von sechs auf 16 Prozent und ein Preisstopp für Arzneimittel bis Ende 2013. Im ersten Halbjahr addieren sich die Zwangsrabatte von Herstellern, Apotheken und Großhandel auf rund 1,9 Milliarden Euro.
Darüber hinaus fordert Brunkhorst die Ärzte auf, Rabattverträge der Kassen mit den Herstellern von Nachahmerpräparaten (Generika) konsequent umzusetzen. "Wann immer möglich, sollten rabattierte Arzneimittel verordnet werden. So lassen sich, ohne Qualitätsverlust in der Versorgung, weitere Einsparungen erzielen", so Brunkhorst.

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