Monika-Insemarie Schnoor : Köstliche Schweinerei aus dem Ofen

Der fliegende Wirsing von Monika-Insemarie Schnoor...
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Der fliegende Wirsing von Monika-Insemarie Schnoor...

Die 55-jährige Monika-Insemarie Schnoor aus Osterstedt (Rendsburg-Eckernförde) liebt, was sie tut - das Kochen, das Singen und ihren Beruf als Lehrerin.

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16. September 2011, 08:46 Uhr

Was diese Frau so alles gleichzeitig treibt. Während Monika-Insemarie Schnoor von einem Backofen, in dem die Fächer-Kartoffeln darauf warten, etliche Male mit reichlich geschmolzener Butter übergossen zu werden, zum anderen Ofen, in dem es die Temperatur des Wildschweinrückens zu messen gilt, hin und her springt, ganz nebenbei noch die Walnusskruste knetet, singt sie auch noch die plattdeutsche Version des Beatles-Hits "Let it be". Keine Frage, die 55-Jährige liebt, was sie tut - das Kochen, das Singen und ihren Beruf als Lehrerin. Warum sie bei der Küchenlust dabei ist? "Das sehen Sie doch, ich brauche dringend eine neue Küche", sagt Monika-Insemarie Schnoor, während sie fix den mit Sahne und Speck angedünsteten Wirsing mit Strudelteig umhüllt. Die Küche in der alten Reetdachkate im beschaulichen Osterstedt (Kreis Rendsburg-Eckernförde) ist mit einfachen, selbst zusammengebauten Schränken ausgestattet. Doch das tut den Genüssen, die die Hausherrin dort für ihren Mann und bis zu 20 Gäste zaubert, keinen Abbruch.
Höchstleistung fordert die Hobbyköchin, die einmal mit einem französischen Koch liiert war, an diesem warmen Abend von ihrer Eismaschine. "Glückliche Zwetschgen" von der Nachbarin, selbst gemachtes Pflaumenmus und Creme Double werden dort zu Eis verarbeitet, das mit Zimtzabaione serviert wird. Auch die Dessertzubereitung unterstreicht: In ihrer Küche ist die bekennende Dorfpomeranze in ihrem Element. "In der Stadt möchte ich heute nicht mehr leben. Aber hier ist die Welt zumindest noch halbwegs in Ordnung."

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