Überschallflüge : Knalleffekt: Jets lassen Erde beben

Ein lauter Knall ließ zahlreiche Bürger Rendsburg und auf Sylt am Donnerstag aufschrecken. Jetzt ist das Rätsel um den Lärm gelöst.

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24. Januar 2009, 11:52 Uhr

Rendsburg/Sylt | Familie Czysewski aus Westerrönfeld bei Rendsburg saß zu Hause, als ein mächtiger Knall ihr Haus erzittern ließ. Am Donnerstagmittag bebten die Wände. "Es war wie eine große Druckwelle und hörte sich an, als ob das Nachbarhaus in die Luft geflogen wäre", berichtet die Familie. Ähnlich reagierten Bürger im benachbarten Fockbek und meldeten sich besorgt bei ihrer Gemeinde.

Jetzt ist klar, was zu der rätselhaften Lärmbelästigung führte: Zwei Phantom-Jets der Luftwaffe waren zu angemeldeten, aber nicht öffentlich angekündigten Überschall-Testflügen über Schleswig-Holstein unterwegs. Zwei Mal kam es nach Angaben eines Sprechers der Luftwaffe in Köln-Wahn dabei zum Durchbrechen der Schallmauer in 12 250 Meter Höhe: Um 8.23 Uhr nahe Sylt sowie gut vier Stunden später über dem Raum Rendsburg.

Grund für die Überschallflüge: "Die Phantom-Jets mussten nach größerer technischer Überholung einmal unter Volllast geflogen werden", sagte der Sprecher. Weitere Flüge seien in der nächsten Zeit nicht geplant.

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