Tierwelt : Klimawandel: Feuerlibelle in Schleswig-Holstein

Eine männliche Feuerlibelle (Crocothemis erythraea) Foto: dpa
Eine männliche Feuerlibelle (Crocothemis erythraea) Foto: dpa

Der globale Klimawandel hat dem Norden einen exotischen Neubürger beschert. Die afrikanische Feuerlibelle fühlt sich mittlerweile auch in Schleswig-Holstein heimisch.

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22. August 2008, 07:14 Uhr

Das exotische Tier wurde in diesem Jahr erstmals bis hinauf in den nördlichen Teil Nordfrieslands beobachtet. In Eutin gibt es nach Angaben des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) bereits Hinweise auf eine erfolgreiche Entwicklung von Jungtieren.
Immer mildere Winter und lang anhaltende Wärme- und Trockenperioden verursachen in der Tierwelt eine Verschiebungen in der Artenzusammensetzung. Dazu gehört auch die Feuerlibelle (Crocothemis erythraea) , deren Heimat ursprünglich ganz Afrika, der Osten Indiens sowie der europäische Mittelmeerraum war. "Seit zehn Jahren beobachten Libellenkundler eine stetige Ausbreitung der Art nach Norden", sagte NABU-Sprecher Ingo Ludwichowski am Donnerstag in Neumünster. 2007 wurden erste Exemplare trotz des nicht idealen Sommers in einigen Kiesgrubengewässern in Schleswig-Holstein beobachtet. Am 17. August 2008 wurden erstmals Feuerlibellen-Weibchen im nordfriesischen Naturschutzgebiet Langenhorner und Bordelumer Teiche sowie in Heide nahe Bredstedt entdeckt.
Die Feuerlibelle hat eine Flügelspannweite von sieben Zentimetern und ist fünf Zentimeter lang. Sie gilt als anspruchsloses Insekt. Wegen ihrer Herkunft benötigt sie lediglich viel Wärme, erklärte Ludwichowski. Das Männchen ist auffallend rot gefärbt, während das Weibchen eher ockerfarben ist.

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