Schreckschusspistolen und Reizgaswaffen : Kleiner Waffenschein: Schleswig-Holsteiner rüsten auf

Schreckschuss-, Gas- und Signalpistolen haben Hochkonjunktur: Immer mehr Bürger beantragen den kleinen Waffenschein.
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Schreckschuss-, Gas- und Signalpistolen haben Hochkonjunktur: Immer mehr Bürger beantragen den kleinen Waffenschein.

Sprunghafter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr: 5840 kleine Waffenscheine sind 2017 in Schleswig-Holstein erteilt worden.

shz.de von
19. Dezember 2016, 16:29 Uhr

Kiel | Die Zahl der sogenannten kleinen Waffenscheine hat 2017 in Schleswig-Holstein sprunghaft zugenommen. Nach Angaben des Innenministeriums vom Montag wurden bis Ende November 5840 dieser Waffenscheine für Schreckschusspistolen, Pfefferspray- und Reizgaswaffen erteilt. Im gesamten Vorjahr waren es demnach nur 811. Die Gesamtzahl erhöhte sich damit auf fast 15.800.

Bereits in den ersten Wochen nach den sexuellen Übergriffen auf Frauen vor dem Kölner Hauptbahnhof in der Silvesternacht hatten die Behörden in mehreren Bundesländern wachsendes Interesse am kleinen Waffenschein gemeldet.

Wer eine Erlaubnis hat, darf Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen verdeckt führen - und im Notfall damit schießen. Die Voraussetzung ist, dass der Bewerber volljährig sowie persönlich geeignet ist und zuverlässig erscheint. Für den bloßen Erwerb von Gas- oder Schreckschusswaffen braucht man keinen Schein.

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