Ostholstein : Kinder verbrennen sich an Grillkohle im Strandsand

Die Kohle war noch heiß - und nur leicht mit Sand bedeckt: An Stränden in Ostholstein haben sich zwei Kinder und ein Mann schwer verbrannt.

Avatar_shz von
09. Juli 2013, 03:53 Uhr

Neustadt | Ein Mann und zwei Kleinkinder haben sich am Sonntag an zwei Strandabschnitten bei Neustadt im Kreis Ostholstein an zurückgelassener, noch heißer Grillkohle verbrannt. Sie wurden mit Verbrennungen zweiten und dritten Grades in Krankenhäuser gebracht.
Am Strand von Brodau erlitt ein dreijähriges Mädchen aus Hamburg Verbrennungen an der Hand und beiden Füßen. Der Notarzt wurde mit dem Rettungshubschrauber "Christoph 12" eingeflogen. Das Kind wurde in die Eutiner Sana-Klinik gebracht. Am Strand von Rettin zogen sich ein 34 Jahre alter Mann aus Bebensee und sein eineinhalbjähriger Sohn schwere Brandverletzungen an Füßen und Unterschenkeln zu. Beide wurden zunächst in die Sana-Klinik Eutin gebracht und später ins UKSH in Lübeck verlegt.
In allen Fällen seien die Opfer in glühende Holzkohle getreten, die nur leicht mit Sand bedeckt war, teilte die Polizei am Montag mit. Sie ermittelt bei diesen fahrlässigen Körperverletzungen gegen Unbekannt. Die Polizei weist darauf hin, dass Grillen an den meisten freien Stränden grundsätzlich nicht verboten sei. Die Glut sollte aber sorgsam gelöscht werden zum Beispiel mit Meerwasser. Anschließend sei die ordnungsgemäße Entsorgung der abgelöschten Kohle möglich. Damit könnten solche schweren Verletzungen verhindert werden.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen