Neue Unterkünfte : Kiel und Lübeck planen Container für Asylbewerber

In Hamburg gibt es sie schon: Wohncontainer für Asylbewerber
In Hamburg gibt es sie schon: Wohncontainer für Asylbewerber

Es gibt keine freien Wohnungen für Asylsuchende mehr: In Kiel sollen bald die ersten Container aufgestellt werden. Lübeck sucht noch nach einem Standort.

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25. November 2013, 07:46 Uhr

Kiel/Lübeck | Um die weiter steigende Zahl von Flüchtlingen unterzubringen, planen nun auch die beiden größten Städte in Schleswig-Holstein die Aufstellung von Wohncontainern. Spätestens Anfang 2014 sollen die ersten Container in Kiel aufgestellt werden, teilte die Landeshauptstadt jetzt mit.

Bislang wurden Asylbewerber in Gemeinschaftsunterkünften und von der Stadt angemieteten Wohnungen untergebracht. Diese seien wegen der gestiegenen Zahl der Asylbewerber seit Monaten voll belegt. Eine ausreichende Menge an Wohnungen könne für die erwartete Zahl neuer Bewerber nicht gestellt werden. Die Container seien zum Dauerwohnen gebaut, heißt es seitens der Stadt, und erfüllten in Sachen Wärmedämmung, Isolierung, Ausstattung die Anforderungen.

Die Gehäuse beinhalten Schlaf- und Wohnräume für bis zu vier Personen, Gemeinschaftsräume, Büros, Küchen, Duschen, Toiletten und Waschräume. Die Landeshauptstadt baut zunächst Container für 30 Personen auf. Es gebe aber die Option, den Wohnraum für bis zu 60 Personen aufzustocken. Bis Ende Oktober kamen in diesem Jahr 389 Asylsuchende nach Kiel, 2012 waren es 246 im gesamten Jahr.

Auch Lübeck prüft mögliche Standorte für die Aufstellung von Wohncontainern. Bis Mitte November wurden der Hansestadt 253 Flüchtlinge neu zugewiesen. Im Vorjahreszeitraum waren es nur 124 Menschen.

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