Kriminalität : Kiel kämpft gegen Einbrecher

Die Stadt Kiel vermeldet einen erschreckenden Rekord: In keiner anderen Stadt in Schleswig-Holstein haben Einbruchdiebstähle so stark zugenommen. Die Polizei will nun mit einem neuen Konzept dagegen angehen.

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14. November 2007, 05:54 Uhr

Alarm bei der Polizeidirektion in Kiel: Einbruchdiebstähle in Wohnungen haben sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 764 Fälle verdoppelt. In den kriminellen Brennpunkten der Landeshauptstadt läuft jetzt ein groß angelegtes Bekämpfungskonzept an.
So soll ein Kommando mit zehn Beamten verdeckt an Einbruchsbrennpunkten eingesetzt werden, sagte Thomas Bauchrowitz von der Polizeidirektion Kiel. Mit 5000 Flugblättern wollen die Polizisten die Bevölkerung um Hinweise bitten und sie zu mehr Wachsamkeit aufrufen.
Zwei Einbruchserien bereits weitgehend aufgeklärt
"Wir haben bei den Einbrüchen eine Steigerungsrate, wie derzeit keine andere Stadt in Schleswig-Holstein", sagte Bauchrowitz. Im laufenden Jahr wurden bereits 764 solcher Taten registriert. Im Vergleichszeitraum 2006 gab es hingegen nur 369 Einbrüche.
Kriminelle Brennpunkte für Wohnungseinbrüche registrierte die Polizei in den Stadtteilen Kronshagen, Mönkeberg, Klausdorf und in der Innenstadt. Im Kreis Plön gibt es lediglich eine hohe Konzentration in Preetz sowie geringe Konzentrationen in Plön und Lütjenburg.
In Kiel sind bereits zwei Einbruchserien weitgehend aufgeklärt, sagte Bauchrowitz. Dabei ging es um die so genannte Kipp-Fenster-Serie in Garden und mehrere Einbrüche in Mehrfamilienhäuser im Innenstadtbereich. Die zusammen vier Täter aus Kiel hätten Bargeld und Schmuck gestohlen.
Nach Erkenntnissen der Ermittler kommen auch überregional agierende Täter nach Kiel. Bauchrowitz: "Sie brechen vorwiegend in Einfamilienhäuser ein, die im Kieler Kragen liegen." Die Polizei reagiert mit verstärkter Präsenz vor Ort. Die Beamten sollen auch Absatz- und Verwertungswege des Diebesgutes ermitteln.

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