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Hells Angels-Prozess : Kiel: Haftstrafe wegen Vortäuschung von Versicherungsschäden

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Der 44-Jährige war im Zusammenhang mit der Groß-Razzia gegen die Hells Angels im Mai 2012 ins Visier der Ermittler geraten. Jetzt wurde der Familienvater wegen der gewerbsmäßigen Untreue in 54 Fällen schuldig gesprochen.

Kiel | Die Abzocke im Zusammenspiel mit den Hells Angels verlief immer gleich: Ein Versicherungsmakler meldete fingierte Schäden in einer Höhe, die er ohne Nachfrage bei der Versicherung selbst begleichen konnte. In den anderen Fällen wirtschaftete der Versicherungsagent zum Teil auch ohne Wissen seiner Kunden in die eigene Tasche. Hinweise auf die Machenschaften lieferte ein Ex-Rocker. Die Versicherung kündigte dem Makler.

Das Urteil des Kieler Landgerichts: Zweieinhalb Jahre Haft. Das Gericht sprach den 44-jährigen Familienvater am Montagnachmittag der gewerbsmäßigen Untreue in 54 Fällen schuldig. Dabei entstand laut Anklage von 2007 bis 2012 ein Schaden von mindestens 80.000 Euro.

Der Staatsanwalt hatte dem Angeklagten sogar 89 Fälle der gewerbsmäßigen Untreue vorgeworfen und eine Strafe von zwei Jahren und zehn Monaten gefordert. Der Verteidiger hatte maximal zehn Monate für angemessen gehalten - so lange saß sein Mandant in Untersuchungshaft.

Der jetzt Verurteilte war im Zusammenhang mit der Groß-Razzia gegen die Hells Angels im Mai 2012 ins Visier der Ermittler geraten.

Er soll sich die Erlöse mit dem Kassenwart der Rocker und dem angeblichen Schadensverursacher geteilt haben. Er gestand zu Beginn des Prozesses sieben Taten, für die er rund 7000 Euro kassiert habe.

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erstellt am 24.Feb.2014 | 15:00 Uhr

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