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„Kein Impfchaos“ : Kassen: Grippe-Impfung in SH kann beginnen

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Fehlender Grippeimpfstoff sorgte im vergangenen Herbst in Schleswig-Holstein und Hamburg für Ärger. Für viele Menschen gab es keinen Schutz gegen die Influenza. In dieser Saison sei die Versorgung in Hamburg und Schleswig-Holstein gesichert, versprechen die gesetzlichen Kassen.

Nach dem Engpass bei Grippeimpfstoff im vergangenen Herbst im Norden geben die gesetzlichen Krankenkassen für diese Saison Entwarnung. Die flächendeckende Schutzimpfung in Hamburg, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen könne rechtzeitig zum Start der Grippesaison im Oktober beginnen, teilten die gesetzlichen Kassen am Mittwoch gemeinsam mit dem Pharmaunternehmen Sanofi Pasteur MSD aus dem baden-württembergischen Leimen mit. Der vorbestellte Impfstoff werde seit einigen Tagen an die Apotheken ausgeliefert. „Mit einem Impfchaos in der Hansestadt ist in diesem Jahr nicht zu rechnen“, sagte das Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/Hamburg, Matthias Mohrmann.

Sanofi Pasteur MSD will voraussichtlich mehr als drei Millionen Impfdosen für die gesetzlich Versicherten in Hamburg, Schleswig-Holstein, Westfalen-Lippe und Nordrhein ausliefern. Das Pharmaunternehmen hatte sich bei einer europaweiten Ausschreibung durchgesetzt. „Durch den Exklusivvertrag mit den Krankenkassen garantiert Sanofi Pasteur MSD eine durchgehende Versorgung mit Grippeimpfstoff“, hieß es.

Für die vergangene Grippesaison war der Impfstoff erstmals ausgeschrieben worden, die Kassen konnten sich mit dem Verfahren den günstigsten Anbieter aussuchen. Die Firma Novartis bekam damals den Zuschlag. Im Herbst 2012 gab es allerdings viel Ärger, weil Novartis nicht rechtzeitig ausreichend Impfstoff lieferte. Der Exklusivvertrag mit dem Hersteller wurde außer Kraft gesetzt.

Dass der Impfstoff auch für die Saison 2013/2014 ausgeschrieben wurde, hatten der Hausärzteverband und die Ärztegenossenschaft in Schleswig-Holstein bereits Anfang des Jahres als Skandal gewertet. Ärzte seien im Herbst verzweifelt gewesen, dass sie ihre Patienten nicht vor der Grippe schützen konnten, da zu Beginn der Grippesaison kein Impfstoff zur Verfügung gestanden habe, hieß es.

Der Pikser gegen die Virusgrippe wird vor allem chronisch Kranken, Menschen über 60 Jahren und Schwangeren empfohlen. Als bester Zeitraum für die Impfung gilt die Zeit zwischen Oktober und Ende November. Mohrmann erklärte, in Hamburg stünden die von den Apotheken vorbestellten 126 000 Impfeinheiten des Impfstoffs Vaxigrip sowie weitere 60 000 für den Großhandel zur Verfügung.

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erstellt am 25.Sep.2013 | 16:26 Uhr

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