Mysteröse Feuer im Forst : Kampfmittelräumer finden Phosphor

Kriegsmüll war der Auslöser für mehrere Brände im Langenberger Forst (Kreis Nordfriesland). Dort hatte es allein vor Ostern zweimal gebrannt.

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28. April 2011, 08:01 Uhr

LECK | Gleich zwei Mal hatte es kurz gebrannt - die Ursache war stets unbekannt. Mysteriöse Waldfeuer im Langenberger Forst nahe Leck (Kreis Nordfriesland) hatten unmittelbar vor Ostern für Aufregung gesorgt. Die Brände wüteten in beiden Fällen an derselben Stelle. Nun ist die Ursache gefunden: Phosphor.
Misstrauisch geworden war bereits der örtliche Förster, Jürgen Lorenzen. Er befand, in den letzten Jahrzehnten habe es dort zu oft gebrannt. Seine Vermutung: Altlasten aus dem Krieg - auf der Fläche wurde einst Munition gesprengt.
Betroffenes Gebiet wird großflächig gereinigt
Und tatsächlich: Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes Schleswig-Holstein in Groß-Nordsee bei Kiel wurden schnell fündig. Sie gruben Metallsplitter aus und entdeckten an mehreren weiß-gräulich-gelbliche Spuren, eben Phosphor. Durch die Wärme und Trockenheit der vergangenen Tage in Verbindung mit Sauerstoff hatte sich die chemische Substanz höchstwahrscheinlich entflammt.
Jetzt muss das betroffene Gebiet erst einmal großflächig vom Kriegsmüll gereinigt werden. Der Außendienstleiter des Kampfmittelräumdienstes, Einar Riede, schätzt, dass die Arbeit "mit Sicherheit ein paar Monate" dauert, bis der Langenberger Forst von diesen Altlasten befreit sein wird.
(jok, shz)

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