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Olympia 2024 : Kämpfer sieht gute Chancen für Kiel als Segelrevier

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Olympia-Segeln 2024? Natürlich in Kiel, sagt Oberbürgermeister Kämpfer. Er argumentiert mit dem international anerkannten Segelrevier und den Erfahrungen aus der Kieler Woche. Olympia 1972 ist noch allgegenwärtig.

Kiel | Im Rennen um den deutschen Bewerberstandort für die olympischen Segelregatten im Jahr 2024 hat Kiel aus Sicht von Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) die besten Aussichten. „Ich bin sehr optimistisch, dass Kiel Teil der deutschen Bewerbung wird“, sagte Kämpfer. Schwieriger sei es für die deutschen Kandidaten Hamburg und Berlin, sich gegen die internationale Konkurrenz durchzusetzen. Wie Kiel wollen auch Lübeck und Rostock-Warnemünde die Segelwettbewerbe austragen.

„Die unbestreitbare Qualität des Segelstandorts mit hohem internationalen Ansehen und die große Begeisterung der Kieler gehören zu unseren wichtigsten Argumenten“, sagte Kämpfer. „Wer, wenn nicht die Stadt, die jährlich mit der Kieler Woche die weltgrößte Segelveranstaltung organisiert, sollte Olympia können?“ Diese Erfahrung könne auch die deutsche Bewerbung insgesamt stärken. „Auch die große Unterstützung durch deutsche Segler macht uns Mut“, sagte Kämpfer. „Wenn die Segler entscheiden würden, wäre Kiel ihre Wahl.“ Selbst bei einem deutschen Votum für Berlin statt Hamburg wäre noch nicht das letzte Wort für Rostock-Warnemünde und gegen Kiel gesprochen, meinte der Oberbürgermeister. „Allerdings sehe auch ich in Berlin/Warnemünde und Hamburg/Kiel die wahrscheinlichsten Kombinationen.“

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) entscheidet am 21. März, ob Deutschland mit Hamburg oder Berlin in das Bewerbungsrennen für 2024 ziehen wird. Derzeit werden die Bewohner beider Städte befragt. In Kiel hat sich die Ratsversammlung gerade fast einstimmig für Olympia ausgesprochen. In den nächsten Monaten will die Stadt die Planungen vorantreiben. Im November ist dann ein Bürgerentscheid geplant.  Kiel hatte bereits 1936 und 1972 die Segelregatten veranstaltet.

„Olympia 1972 war eine ganz große Sache - wer damals dabei war, bekommt immer noch leuchtende Augen“, sagte Kämpfer. Noch heute werde er in der Stadt ständig mit vielen positiven Spuren von damals konfrontiert. Umgerechnet eine Viertelmilliarde Euro soll seinerzeit nach damaligen Kosten in die Infrastruktur investiert worden sein - von Verkehrswegen über Hotels bis hin zum Sporthafen Schilksee. Heute wäre die Investitionssumme weit höher.„Bekämen wir den Zuschlag für 2024, würde das erneut beträchtliche positive Effekte für die Infrastruktur bringen“, sagte Kämpfer. Das Segeln bestimme aber auch die Seele der Stadt mit, die sich „Sailing City“ nennt. „Kiel ist der einzige deutsche international anerkannte Segelstandort; das könnten wir mit Olympia noch ausbauen“, sagte der Oberbürgermeister. „Es wäre toll, wenn das gelänge - was nicht ganz einfach ist.“

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erstellt am 21.Feb.2015 | 09:51 Uhr

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