Ausbildung beim sh:z : Journalisten-Nachwuchs mit Leidenschaft

Der Abschluss-Jahrgang 2013: Tilmann Post, Mirjam Rüscher, Steffen Kahl, Franziska Sanyang, Anja Christiansen, Sven Bohde, Merle Bornemann, Sophie Pawelke, Tobias Fligge, Udo Beer (Präsident der Fachhochschule Kiel), Linda Kupfer, Bernd Vesper (Dekan der Fachhochschule, Fachbereich Medien), Stefanie Milius, Franziska Richter, Johanna Tyrell, Studiengangskoordinatorin Gunda Krüger, Katharina Roese, Hendrik Mulert, A. Asghar Azmayesh (Vorsitzender des Verbands der Zeitungsverlage Norddeutschlands) und Stephan Richter (Sprecher der Chefredakteure).
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Der Abschluss-Jahrgang 2013: Tilmann Post, Mirjam Rüscher, Steffen Kahl, Franziska Sanyang, Anja Christiansen, Sven Bohde, Merle Bornemann, Sophie Pawelke, Tobias Fligge, Udo Beer (Präsident der Fachhochschule Kiel), Linda Kupfer, Bernd Vesper (Dekan der Fachhochschule, Fachbereich Medien), Stefanie Milius, Franziska Richter, Johanna Tyrell, Studiengangskoordinatorin Gunda Krüger, Katharina Roese, Hendrik Mulert, A. Asghar Azmayesh (Vorsitzender des Verbands der Zeitungsverlage Norddeutschlands) und Stephan Richter (Sprecher der Chefredakteure).

Die ersten Absolventen des Master-Studiengangs „Journalismus und Medienwirtschaft“ werden in die Berufswelt entlassen. Der Studiengang ist einzigartig in Deutschland.

shz.de von
31. August 2013, 00:33 Uhr

Es gibt Tage, die sind Meilensteine. Für 16 Volontäre des Schleswig-Holsteinischen-Zeitungsverlags (sh:z) war gestern ein solcher Tag. In der Fielmann Akademie Schloss Plön haben sie bei einer Feierstunde ihre Abschlusszeugnisse erhalten. „Sie haben ein Stück Mediengeschichte für unser Haus geschrieben“, sagte Stephan Richter, Sprecher der Chefredakteure. „Dazu brauchte es viel Kraft, Mut und auch Leidenschaft, sonst hätten sie es nicht durchgehalten. Das verdient Respekt.“

Vor drei Jahren hat der sh:z gemeinsam mit der Fachhochschule Kiel den Master-Studiengang „Journalismus und Medienwirtschaft“ aus der Taufe gehoben. Er ist einzigartig in Deutschland: Drei Jahre lang waren die Absolventen Volontäre in den Redaktionen des Verlags und zugleich sechs Semester lang Studenten an der Fachhochschule. So eng verknüpft sind Theorie und Praxis in der Journalistenausbildung selten.

 

Prof. Dr. Bernd Vesper, Dekan der Fachhochschule, sagte: „Wir sind stolz auf diesen Studiengang. Und die Absolventen haben mit 5000 Stunden harter Arbeit den Nachweis für ihre überdurchschnittliche Belastbarkeit erbracht.“ Allen Kollegen habe es Spaß gemacht, mit ihnen zusammenzuarbeiten, fügte Udo Beer, Präsident der Fachhochschule, hinzu. „Kommen Sie zur Weiterbildung gerne weiter zu uns.“

Auch Axel Gleie, Sprecher der Geschäftsführung, gratulierte dem Volontärsjahrgang. Er fragte, wie ein Journalismus mit Zukunft aussehen könnte. „Unwirtschaftliche Produkte werden in Frage gestellt“, sagte er mit Blick auf die jüngsten Entwicklungen der Branche. „Dies ist aber ausschließlich eine Folge strategisch unternehmerischen Handelns.“ Die klassischen Medien hätten trotz allem eine Zukunft. „Wir müssen dazu unsere Arbeitsweise ändern und die neuen Medien integrieren.“ Den Absolventen gab er mit auf den Weg: „Lassen Sie sich von den aktuellen Veränderungen nicht nervös machen. Mit der neuen Volontärsausbildung haben Sie alles mitbekommen, um sich in dem gerade extrem wandelnden Berufsbild des Journalisten zu behaupten.“ Voraussetzung sei allerdings die Bereitschaft zur Flexibilität. „Wie früher die Handwerksgesellen gehen Sie für einen guten Karriereweg auf Wanderschaft.“

Der Vorsitzende des Verbands der Zeitungsverlage Norddeutschlands (VZN) und ehemalige sh:z-Geschäftsführer, A. Asghar Azmayesh, erklärte, es sei nicht selbstverständlich gewesen, den Studiengang einzurichten. „Ich danke sh:z-Geschäftsführer Thomas Keßler, zuständig für den Finanzbereich, und dem Verlegerverband für ihre Unterstützung.“ Heute sei er „einfach stolz“ auf das Erreichte.

Das letzte Wort hatten die Volontäre selbst. „Trotz der allgemeinen Krisenstimmung haben wir unseren Optimismus nicht verloren“, erklärten Linda Kupfer und Johanna Tyrell. Die viel diskutierte Krise sei hauptsächlich eine Medienkrise, stelle aber nicht den Journalismus an sich in Frage. „Der ist nach wie vor gefragt. Wir haben gelernt, dass es viele Wege in die Zukunft gibt, haben Ideen und eine Menge Elan.“

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