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Wattenmeer : Jagdrecht auf Seehunde soll erhalten bleiben

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Tierschützer fordern das Ende der Bejagung von Seehunden. Umweltminister Robert Habeck verteidigt die aktuelle Situation. „Seehundjäger jagen keine Seehunde.“

Kiel | Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck (Grüne) hat die Forderung von Tierschützern abgelehnt, Seehunde nicht mehr zu bejagen und aus der entsprechenden Liste zu entfernen. Das Jagdrecht erlaube in einigen Bereichen ein strengeres Schutzregime als das Naturschutzrecht, sagte Habeck am Mittwoch in Kiel. „Zum Beispiel wird Wilderei als Straftat mit empfindlicher Strafandrohung geahndet“, erklärte der Minister. Seehunde seien seit 1974 streng und gut geschützt. Das werde über internationale Konventionen, EU-Richtlinien, Gesetzgebungen von Bund und Ländern sichergestellt.

Die Betreuung der Seehunde werde in Schleswig-Holstein durch rund 40 qualifizierte, speziell geschulte und vom Land beauftragte Seehundjäger gewährleistet, sagte Habeck. „Die Seehundjäger heißen zwar Jäger, aber sie jagen keine Seehunde. Vielmehr kümmern sie sich ehrenamtlich um die gestrandeten, verletzten oder todkranken Tiere. Sie entscheiden, ob ein Seehund am Ort zu belassen ist, in einer Seehundstation behandelt oder getötet wird, weil er höchstwahrscheinlich bald sterben wird“, erklärte der Umweltminister.

Durch langjährige Erfahrung hätten sie große Erfahrung im Umgang mit gesunden und kranken Seehunden. Sie würden die Tiere lieben: „Es fällt keinem Seehundjäger leicht, schwer kranke Seehunde zu töten, aber wenn es darum geht, sie von ihrem Leiden zu erlösen, ist das ihre Aufgabe“, sagte Habeck. Regelmäßige Untersuchungen der Tierärztlichen Hochschule Hannover hätten immer wieder ergeben, dass die Seehundjäger die richtigen Entscheidungen über den Gesundheitszustand von Seehunden getroffen hätten, erklärte der Minister weiter.

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erstellt am 19.Feb.2014 | 17:14 Uhr

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