Bundeswehrreform : Inspekteur Schimpf besucht Marine-Standorte

Marineinspekteur Axel Schimpf besucht die Standorte in Norddeutschland. In Schleswig-Holstein erwarten ihn Ratlosigkeit und Proteste.

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18. November 2011, 08:16 Uhr

Kiel/Rostock | Gut drei Wochen nach Bekanntgabe des künftigen Standortkonzepts der Bundeswehr ist Marineinspekteur Axel Schimpf auf Informationsreise zu den Standorten der Seestreitkräfte. Erste Station war am Donnerstag Rostock (Mecklenburg-Vorpommern), der vermeintliche "Reformgewinner". Die Hansestadt wird nach dem von Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) vorgelegten Konzept künftig Sitz des Marinekommandos sein. Darin werden die Aufgaben des Führungsstabs der Marine (Bonn), des Flottenkommandos (Glücksburg) sowie des Marineamts (Rostock) vereinigt.
Bis Donnerstag kommender Woche stehen auf dem Reiseprogramm von Schimpf die Marinetechnikschule in Parow bei Stralsund, die Einsatzflottille 2 in Wilhelmshaven, die Marineoperationsschule in Bremerhaven, die Marine unteroffizierschule in Plön, das Marinestützpunktkommando in Kiel und die Marineschule Mürwik in Flensburg.
Vor allem in Schleswig-Holstein muss Schimpf sich auf Proteste und Ratlosigkeit einstellen. Der Norden büßt fast 11.000 von bisher 26.000 militärischen und zivilen Dienstposten ein. Acht Standorte werden geschlossen. Darunter sind Glücksburg bei Flensburg mit dem Flottenkommando der Marine, Alt-Duvenstedt und Hohn (Rendsburg-Eckernförde) mit dem Lufttransportgeschwader 63 sowie Lütjenburg (Kreis Plön) mit seiner Heeresflugabwehrtruppe. Am vergangenen Freitag hatten in Kiel rund 1000 Menschen gegen die geplante Standortschließung und den Wegfall von 800 Dienstposten des Marine-Arsenals demonstriert.

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