"Fit fürs Leben" : Im sh:z-Druckzentrum zeigen Frauen "Mut zur Größe"

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Organisationsberaterin Gabriele Braemer berichtet Lesern des sh:z am 17. Mai im Druckzentrum Büdelsdorf aus ihren langjährigen Erfahrungen.

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07. Mai 2011, 09:49 Uhr

Büdelsdorf | "Frauen und Männer sind nicht gleich", behauptet Gabriele Braemer. Es gibt es in ihren Augen unverändert weibliche und männliche Tugenden - "und das kann man auch nicht ausmerzen". Die Hamburger Organisationsberaterin und Kommunikationstrainerin bringt den Unterschied zwischen der Leiterin und dem Leiter gerne auf den Punkt: "Männer wollen Probleme lösen, Frauen wollen darüber reden." Folgerung: Unternehmen mit einer gut funktionierenden Doppelspitze arbeiten äußerst erfolgreich.

Aus ihren langjährigen Erfahrungen berichtet Gabriele Braemer am Dienstag, 17. Mai, den Lesern des sh:z-Verlages in einer Veranstaltung der Ratgeber-Serie "Fit fürs (Berufs-) Leben: um 19 Uhr im sh:z-Druckzentrum in Büdelsdorf. Es ist der zweite Anlauf für das Thema "Mut zur Größe - Frauen in männerdominierten Berufen". Ursprünglich war der Vortrag bereits für den 8. März vorgesehen, er musste wegen Erkrankung der Referentin aber kurzfristig abgesagt werden.
"Ich weiß, wovon ich rede"
Nach den Worten von Gabriele Braemer bildet Deutschland bei der Anzahl weiblich besetzter Spitzenpositionen in der Wirtschaft im europäischen Vergleich das Schlusslicht. Dabei gehen Frankreich oder auch die skandinavischen Länder mit gutem Beispiel voran. Dort lässt sich beobachten, mit welcher Selbstverständlichkeit Frauen nach der Geburt zügig wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren - hierzulande wirft eine jahrelange Babypause Frauen in ihrer Karriereplanung dagegen entscheidend zurück.

Dabei gibt es nach Einschätzung von Gabriele Braemer mittlerweile genügend Vorbilder, um zu beweisen, dass beides gelingen kann: die Mutterrolle auf der einen Seite, der berufliche Aufstieg auf der anderen Seite. Allerdings ist eine gute Planung Voraussetzung für dieses Nebeneinander, auch der Ehemann muss sich aktiv beteiligen, um alle Wünsche und Anforderungen sinnvoll zu koordinieren. "Netzwerk" lautet das entsprechende Lösungswort.

Nach Ansicht der Referentin steht der weiblichen Karriere in den Unternehmen mitunter allerdings auch der Absolut heitsanspruch vieler Frauen entgegen. "Sie neigen zu 100-prozentiger Perfektheit." Auch das unterscheidet die Frauen häufig von den Männern, die im Zweifelsfalle schnelle pragmatische statt fundamental-korrekter Lösungen suchen. Nicht zu vergessen das Auftreten. "Ich weiß, wovon ich rede", sagt die nur 1,60 Meter große Referentin. Auch sie musste anfangs beweisen, dass sie ihr Metier beherrscht - allen männlichen Klischeebildern zum Trotz.
(shz)

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