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Wrestling : Husumer „Freiherr“ fordert Tim Wiese heraus

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Kaum erscheint Tim Wiese auf der Plattform der Schaukämpfe hat er auch schon seinen ersten Gegner: Der Husumer Bundestagspolitiker Matthias Ilgen will gegen den Ex-Fußballer antreten.

shz.de von
erstellt am 18.Sep.2014 | 15:12 Uhr

Husum | Zum Wrestling gehört immer auch die Show. Das Präsentieren der Muskelmassen, eine manchmal unfreiwillig komische Kostümierung samt Künstlernamen und kraftstrotzende Auftritte auch außerhalb des Rings. Matthias Ilgen, Bundestagsabgeordneter aus Husum weiß das – und nutzt den derzeitigen Hype um den neuerdings körperlich stark expandierten Ex-Torwart Tim Wiese. Der SPD-Politiker mit dem Kampfnamen „Der Freiherr“ fordert den Fußballer über die Bildzeitung medienwirksam zum Kampf heraus. Laut Ilgen kam die Idee für den Kampf von der Boulevardzeitung. „Die Bild hat mich angefragt. Was hätte ich da sagen sollen?“, sagte er dem Kölner Stadtanzeiger. Er würde den Kampf antreten, wenn die Gagen gespendet würden.

Ob der Fußballer die Herausforderung annimmt, ist noch unklar. Doch wer hat die besseren Chancen? Ein Vergleich: 

Tim Wiese ist massiger. Er misst 1,93 Meter. 115 Kilogramm ist sein neues Kampfgewicht. Wiese hatte nach dem Ende seiner Torwartkarriere durch intensives Training stark an Muskelmasse zugenommen und veröffentlichte den Erfolg durch ein Selfie.

Matthias Ilgen misst aber auch immerhin 1,89 Meter und kommt auf 103 Kilogramm. Seine Fotos bei Twitter sind aber auf einer anderen Ebene bemerkenswert.

Einen Kampfnamen – quasi das Markenzeichen der Wrestler – hat Tim Wiese noch nicht.  Es gibt aber diverse Vorschläge seiner Fans.

Da ist Matthias Ilgen schon weiter. Wegen seines adligen Auftretens nennt er sich „Der Freiherr“.

Als Adliger stieg Matthias Ilgen in den Wrestling-Ring.
Als Adliger stieg Matthias Ilgen in den Wrestling-Ring.
 

Tim Wiese hat zwar auf dem Fußballfeld schon sein Können gezeigt, aber ob er auch im Ring hart zuschlagen kann, muss er erstmal noch beweisen. Bislang hatte er andere Hobbies. Zum Beispiel Modellflugzeuge.

„Der Freiherr“ hingegen hat den Sport von der Pike auf gelernt und auch schon zahlreiche Kämpfe bestritten. „Während meines Studiums in Hamburg habe ich einfach mal ein Wochenend-Camp in einer Wrestling-Schule besucht“, sagt er im Interview mit den Husumer Nachrichten. Dabei war der Start gar nicht so einfach: „Ich hatte keinen so guten Gleichgewichtssinn“, erinnert sich Ilgen lachend. Dennoch entschied er sich, dabei zu bleiben, trainierte hart und wurde bald belohnt: „Die Übelkeit verschwand mit der Zeit – und das Wrestling wurde für mich zum Nebenjob.“

Unentschieden steht es zwischen den Hünen, wenn es ums Show-Talent geht. Sicherlich ist Tim Wiese bekannter als der Husumer Politiker. Dieser jedoch pflegt sein Image ausgiebig in seinem Twitter-Profil. Das kann man von Wiese nicht gerade behaupten. Einige Twitternutzer raten dazu, die Berichte über ihn aus Sicherheitsgründen sogar ganz einzustellen.

Masse und Showtalent ist also ausreichend vorhanden – entscheidend ist aber immer noch die Performance im Ring.

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