Neumünster : Hohe Gefängnisstrafe für Sex-Patenonkel

Direkt aus dem Gerichtssaal wurde der 62-Jährige abgeführt: Dreieinhalb Jahre Haft für den jahrelangen sexuellen Missbrauch an seiner Stieftochter muss ein Neumünsteraner Unternehmer verbüßen.

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21. August 2008, 08:03 Uhr

Kiel | Während des gesamten Prozesses wirkte er siegessicher. Aber damit hatte der 62-jährige Unternehmer aus Neumünster nicht gerechnet: Für den jahrelangen sexuellen Missbrauch an seiner Stief- und Patentochter Ende der 80er-Jahre muss der Mann für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis - und zwar ab sofort. Der Richter am Landgericht Kiel ordnete Untersuchungshaft an, ließ den Angeklagten direkt aus dem Gerichtssaal abführen.

Lange 14 Prozesstage liegen seit Anfang Mai hinter den Beteiligten. Rund ein Dutzend Zeugen und mehrere Gutachter wurden gehört. Am Ende blieb das Urteil des Kieler Richters nur knapp unter dem seines Neumünsteraner Kollegen. Der hatten den Angeklagten zuvor zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Der 62-Jährige ging jedoch in Revision (wir berichteten).

Zurzeit prüft die Staatsanwaltschaft auch Verbindungen des Angeklagten zum kürzlich zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilten Kinderschänder Matthias O. aus Neumünster.

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