Sonderetat : Hochschulen fordern Extra-Geld

Schleswig-Holsteins Hochschulen verlangen vom Land von 2016 an einen Sonderetat zur Verbesserung der Lehre und Ausbildung.

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09. März 2013, 10:16 Uhr

Kiel | Für den Sonderetat sollen zehn Millionen Euro aufgebracht werden, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Resolution der Landesrektorenkonferenz. Das entspreche vier Prozent der jährlichen Zuwendungen des Landes an die Hochschulen. Die Studenten sollen über die Verteilung der Mittel mitentscheiden. Die Hochschulen litten seit Jahren an einer erheblichen Unter finanzierung, hieß es zur Begründung. "Eine zukunftsorientierte qualitative und nachhaltige Verbesserung der Lehr- und Lernbedingungen für unsere Studierenden, die mit der Konkurrenz nationaler und internationaler Hochschulen Schritt hält, ist unter diesen Rahmenbedingungen nicht mehr umsetzbar."

Außerdem forderten die Hochschulen, dass die Tarif- und Besoldungssteigerungen auf sie übertragen werden. Dies sei Grundvoraussetzung für eine Unterzeichnung der neu auszuhandelnden Zielvereinbarungen mit dem Land. Dieses habe bei den Ausgaben für Forschung und Lehre seit 2011 rund 35 Millionen Euro eingespart, und zwar 25 Millionen Euro durch die Umwandlung von Geomar in ein Helmholtz-Institut und rund 10 Millionen Euro durch Kürzungen in der Universitätsmedizin.

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