Trockenheit in SH : Hitzebrände halten Feuerwehren in Atem

Die Hausabfälle sollten am Mittwochmorgen zu einer Entsorgungsstelle nach Neumünster transportiert werden.
Die Hausabfälle sollten am Mittwochmorgen zu einer Entsorgungsstelle nach Neumünster transportiert werden.

Flächen- und Waldbrände in den Kreisen Schleswig-Flensburg und Nordfriesland beschäftigten am Dienstag die Wehren. Am Abend brannte ein Müllwagen auf dem Gelände eines Entsorgungsunternehmens in Handewitt.

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30. Juli 2014, 08:21 Uhr

Handewitt/Idstedt | Mehrere Feuerwehren mussten am Dienstagnachmittag und in den Abendstunden zu Bränden in den Kreisen Schleswig-Flensburg und Nordfriesland ausrücken. Flächen, Wälder und Fahrzeuge gerieten nach ersten Erkenntnissen aufgrund der anhaltenden Hitze in Brand.

Im Kreis Nordfriesland war zunächst ein Feuer in einem Waldstück bei Tinningstedt gemeldet worden. Zwei Wehren aus Klixbüll und Tinningstedt konnten den Brand nach rund einer Stunde löschen.

Wenig später wurden auch Einsatzkräfte aus Esperstoft, Jübek und Sollerup im Kreis Schleswig-Flensburg durch die Harrisleer Rettungsleitstelle alarmiert. Eine Rundballenpresse war bei Erntearbeiten im Kamper Weg bei Silberstedt in Brand geraten.

Gleich mehrere kleinere Flächenbrände im Bereich Idstedt und Idstedtkirche hielten die Wehrkräfte am späten Nachmittag auf Trab.

Gegen 19.30 Uhr liefen erneut Notrufe über ein Feuer im Bereich Handewitt bei der Rettungsleitstelle auf. Aufmerksame Anwohner hatten eine Rauchentwicklung wahrgenommen. Freiwillige Wehren aus Handewitt und Ellund rückten im Bereich der Westerstraße in Handewitt zu einem Entsorgungsunternehmen aus. Auf dem Gelände der Firma war aus unbekannten Gründen der Anhänger eines Müllfahrzeuges in Brand geraten. Über dem Betriebsgelände war eine Rauchsäule zu sehen. Die Löscharbeiten gestalteten sich für die Einsatzkräfte schwierig, eine Wasserversorgung zu einem Hydrantenanschluss musste über eine weite Strecke mit Schlauchlängen gelegt werden. Löschfahrzeuge fuhren zusätzlich im Pendelverkehr zur Wasseraufnahme nach Handewitt.

„In dem brennenden Müllcontainer waren Hausabfälle gelagert, die am Mittwochmorgen zu einer Entsorgungsstelle nach Neumünster transportiert werden sollten“, sagte ein Polizeisprecher am Abend. „Vermutlich haben sich organische Abfälle durch die enorme Hitze unter der Abdeckplane selber entzündet.“

Der brennende Container wurde vom Fahrzeug heruntergenommen und mit einer Schaumwasserlösung gelöscht. Nach rund 90 Minuten konnten die Einsatzkräfte wieder abrücken.

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