Tourismus : Helgoland will 30 Prozent mehr Gäste anlocken

Die Zahlen der Übernachtungsgäste sind auf Helgoland gestiegen. Mittelfristig will die Insel auch die Zahl ihrer Tagestouristen weiter in die Höhe schrauben.

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02. Januar 2013, 08:30 Uhr

Helgoland | Ein neues Ganzjahresschiff, zusätzliche Hotels und ein touristisches Zentrum im Binnenhafen - Helgoland will in den kommenden Jahren mit zahlreichen Projekten mehr Gäste auf die Hochseeinsel locken. "Mit unserer Tourismusinitiative 2020 wollen wir die Anziehungskraft der Insel steigern und die Gästezahlen langfristig um bis zu 30 Prozent erhöhen", sagte Helgolands Bürgermeister Jörg Singer (parteilos). In diesem Jahr blieben von den rund 300.000 Tagesgästen etwa 68.000 über Nacht auf der roten Felseninsel - das ist ein Plus von 48 Prozent im Vergleich zu 2007.
Singer ist seit dem 1. Januar 2011 Bürgermeister. Zwei Jahre nach Amtsantritt zieht er eine positive Bilanz. "Ich bin sehr zufrieden, was wir schon auf den Weg gebracht haben", erklärte der Inselchef. "Helgolands drei Kernbereiche Tourismus, Forschung und Offshore sind auf Wachstumskurs." Zwischen 2010 und 2016 liegt das Investitionsvolumen bei etwa 150 Millionen Euro.

Imagegewinn mit 100 regenerativer Energie

Die Energieversorgung der Insel wird nach Singers Worten in den nächsten Jahren zu 100 Prozent regenerativ. Das bringe einen Imagegewinn. Zudem sollen für die Einwohner zusätzliche, bezahlbare Wohnungen geschaffen werden. Auch der Jahrzehnte lange Rückgang der Bevölkerung sei gestoppt. Seit 2010 wächst die Zahl der Bewohner erstmals wieder und liegt nun bei 1500.
Trotz Verzögerungen bei den geplanten Windparks vor der Insel ist Singer überzeugt von Helgolands Zukunft als Offshore-Stützpunkt. "Daran habe ich keinen Zweifel", sagt er. Die Arbeiten für Nordsee Ost (RWE Innogy) und Meerwind Süd/Ost (WindMW) laufen seit September. Die Errichtung des Helgoländer Offshore-Servicehafens komme gut voran.

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