Jahresversammlung : Heimatbund wagt den Neuanfang

Neu aufgestellt zeigt sich  die Führungsriege des Schleswig-Holsteinischen Heimatbundes (v. l.):  Der stellvertretende Präsident Hermann-Josef Thoben, Geschäftsführerin Dr.Ute Löding-Schwerdt feger und Präsidentin  Jutta Kürtz. Foto: Voiges
Neu aufgestellt zeigt sich die Führungsriege des Schleswig-Holsteinischen Heimatbundes (v. l.): Der stellvertretende Präsident Hermann-Josef Thoben, Geschäftsführerin Dr.Ute Löding-Schwerdt feger und Präsidentin Jutta Kürtz. Foto: Voiges

Jahresversammlung des Schleswig-Holsteinischen Heimatbunds: Ein Neuanfang muss her, sagt Präsidentin Jutta Kürtz. Der beinhaltet empfindliche Einsparungen.

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10. Juni 2013, 10:24 Uhr

Neumünster | Umbruchstimmung im Schleswig-Holsteinischen Heimatbund (SHHB) - "Wir haben finanzielle, strukturelle und personelle Probleme, denen wir uns stellen müssen. Wir brauchen einen Neuanfang", erklärte Jutta Kürtz, Präsidentin des landesweiten Dachverbandes auf der Jahresversammlung in Neumünster am Sonnabend. Empfindliche Kürzungen der Fördergelder sowie die definitive Absage des Landes zur Förderung des Schleswig-Holstein-Tages, der eigentlich wieder im Jahr 2014 stattfinden sollte, stellen den Verband vor große Aufgaben. "Wenn überhaupt planen wir frühestens für 2015 einen Tag der Schleswig-Holsteiner. Aber die Finanzierung ist noch völlig unklar", sagte Kürtz.
Zunächst wird der SHHB jedoch in der eigenen Geschäftsstelle den Rotstift ansetzen. So wurde der geschäftsführende Vorstand in eine ehrenamtliche Geschäftsführung umgewandelt. Zudem wurde die Geschäftsstelle personell verkleinert.

Dr. Ute Löding-Schwerdtfeger ist neue Geschäftsführerin

Die Delegierten der rund 270 Mitgliedsvereine wählten mehrheitlich Dr. Ute Löding-Schwerdtfeger zur Geschäftsführerin. Ab August wird die Kielerin zusammen mit dem ehrenamtlichen Präsidium die Geschäftsführung des großen Kultur- und Grenzverbandes als Teilzeitbeschäftigung übernehmen. "Ich habe einen unvorbelasteten Blick auf die Dinge. In der Phase der Umstrukturierung ist dies vielleicht sogar von Vorteil", sagte die 51-Jährige.
Weitere finanzielle Kürzungen könnten dem SHHB ins Haus stehen. "Wir werden jetzt mit weniger Geld mehr leisten müssen. Doch wir lassen uns nicht kaputtsparen. Wir müssen die Geldgeber davon überzeugen, dass der SHHB in seiner Funktion unverzichtbar ist", erklärte Jutta Kürtz.

Noch leistungsfähigere Servicestelle

Inhaltlich soll der SHHB künftig zu einer noch leistungsfähigeren Servicestelle für seine Mitglieder werden. Mehr Unterstützung sollen die Mitgliedsvereine zum Beispiel bei der Suche nach Referenten und Weiterbildungsseminaren erhalten. Aber auch neue Themen, die aus den Reihen der rund 40.000 Mitglieder in den Vereinen und Verbänden gewonnen werden, sollen mehr Gehör finden.
Weiterentwickeln will sich der Dachverband auch in Hinsicht auf eine zentrale Kompetenzstelle für das Thema Heimat. Als Netzwerk der norddeutschen Heimatkultur, der Heimatgeschichte und für die heimatlichen Naturlandschaften will sich der Verband auch zukünftig stark machen. "Heimat ist etwas, das gelebt wird und sich verändert. Wir wollen zu aktuellen Themen Stellung nehmen und unsere Positionen deutlich machen", sagte Jutta Kürtz.
Der Schleswig-Holsteinische Heimatbund wird also nicht aufgeben - zumindest nicht kampflos.

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