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Kfz-Diebstahl : Heide ist die Hochburg für Autodiebe in SH

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Einer neuen Studie zufolge ist Dithmarschens Kreisstadt für Autobesitzer in Schleswig-Holstein am gefährlichsten. Im norddeutschen Vergleich liegt Heide auf Platz 3 hinter Rostock und Hamburg.

Heide | Drumherum ist eigentlich nichts. Vielleicht liegt es aber genau daran, dass sich Diebe auf dieses einzige Zentrum weit und breit in Dithmarschen konzentrieren: „Das kleine Heide“, so heißt es in einer neuen Studie, liegt bundesweit beim Autoklau weit vorn – auf Platz 12 gleich hinter Hamburg. Bezogen auf ganz Norddeutschland nimmt Heide bei den Autodiebstählen sogar den 3. Platz ein – hinter Rostock und Hamburg.

120 Städte in Deutschland hat das Verbraucherportal Geld.de mit Sitz in Leipzig für die Studie „Kraftwagendiebstahl in Deutschland“ in den Fokus genommen. Demnach wurden im Jahr 2012 in Deutschland 37 328 Autos geklaut. Der Gesamtschaden liege bei 400 Millionen Euro. Besonders im Fokus bei den Autodieben stehen demnach Städte im Osten und Norden mit guten Verkehrsanbindungen gen Osteuropa für den Abtransport.

Absolut gesehen lag die Zahl der Autodiebstähle im vergangenen Jahr in Heide zwar nur bei 23 – bezogen auf gut 11.200 zugelassenen Fahrzeugen in der knapp 21.000 Einwohner zählenden Stadt sei „das dann doch ganz viel“, sagt Thomas Neubert, Projektleiter bei  Geld.de gegenüber shz.de. In der Studie 2011 des Portals lag das Städtchen mit elf Autodiebstählen noch im unteren Mittelfeld.

In der für die Dithmarscher Stadt zuständigen Polizeidirektion Itzehoe gibt auf Nachfrage keine Erklärung für dieses Phänomen. Studien-Projektleiter Neubert indes tippt auf die A23, die von Heide nach Hamburg führt: „Naheliegende Autobahnen machen es den heutzutage zumeist hochorganisierten Dieben leicht – da sind sie schnell über alle Berge.“

Nach der jüngsten Polizeistatistik des Landeskriminalamtes in Kiel wurden in Schleswig-Holstein insgesamt 1196 Autos im vergangenen Jahr gestohlen. 304 Fälle (25,4 Prozent) davon wurden aufgeklärt. Bundesweit lag 2012 die Aufklärungsquote bei 26,7 Prozent. „Da besteht für die Eigentümer wenig Hoffnung, ihre Fahrzeuge je wiederzusehen“, sagt Neubert. Oft werde das geklaute Auto noch am selben Tag komplett zerlegt, „da helfen kaum noch elektronische Sicherungen“.

Was hilft dann überhaupt noch gegen Autoklau? „Es gibt keine finale Technik. Sie können es aber den Autodieben so schwer wie möglich machen“, erklärt Neubert. „Beispielsweise mit einer fetten Lenkradkralle.“ Denn aus Sorge vor einer Entdeckung zähle für die Autodiebe vor allem eines: „Der Faktor Zeit.“

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erstellt am 19.Okt.2013 | 00:33 Uhr

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