Hamburg : Hauptbahnhof evakuiert - zu Übungszwecken

Verletzte, wohin man blickte: Bei dem Großeinsatz der Hamburger Feuerwehr handelte es sich jedoch glücklicherweise nur um eine Übung. Foto: Wüst
Verletzte, wohin man blickte: Bei dem Großeinsatz der Hamburger Feuerwehr handelte es sich jedoch glücklicherweise nur um eine Übung. Foto: Wüst

Dichter Rauch quoll aus dem Tunnel, überall lagen Verletzte auf dem Bahnsteig: Mit einem Horror-Szenario hat die Hamburger Feuerwehr eine Einsatzübung absolviert.

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04. Juni 2009, 12:02 Uhr

Kampf gegen Tunnelbrände: Die Hamburger Feuerwehr ist in der Nacht zum Mittwoch zu einer Übung in einem U- Bahn-Tunnel am Hauptbahnhof ausgerückt. "Aus Sicht der Feuerwehr ist es sehr gut gelaufen", sagte Feuerwehrsprecher Martin Schneider am Mittwoch. Mehr als 150 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehren waren dabei, fünf Löschfahrzeuge waren im Einsatz. Zwei Stunden lang probten die Feuerwehrleute den Ernstfall, rund 50 Verletzte mussten gerettet und versorgt werden. Das Training wurde in einem Tunnel der U 2 organisiert - die Linie ist derzeit zwischen Gänsemarkt und Berliner Tor gesperrt.
Die Feuerwehr übte auch eine neue Einsatztaktik, bei der den Rettungskräften unter anderem sogenannte Langzeit-Atemschutzgeräte noch früher zur Verfügung stehen. Diese Geräte können die Feuerwehrleute bis zu einer Stunde schützen, wie Schneider berichtete - bei den regulären Geräten seien es lediglich etwa 20 Minuten. „Die Taktik hat sich bei der Übung sehr bewährt“, sagte der Sprecher. "Wir waren schnell bei den Verletzten, und sie waren schnell an der frischen Luft." Verbessern sollte die Feuerwehr allerdings den Ablauf von der "Ablage" der Patienten bis zu ihrer Versorgung: "Das könnte zügiger laufen."
Das Training war den Angaben zufolge die größte Übung der Hamburger Feuerwehr in diesem Jahr. Bei dem Einsatz sei auch niemand tatsächlich verletzt worden, berichtete Schneider.

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