Produktfälschung : Hamburger Zoll schreddert 500.000 Sportschuhe

Zollhauptsekretär Hartmut Andree überprüft die Vernichtung der gefälschten Marken-Sportschuhe, die geschreddert auf einem Haufen vor ihm liegen. Foto: ddp
Zollhauptsekretär Hartmut Andree überprüft die Vernichtung der gefälschten Marken-Sportschuhe, die geschreddert auf einem Haufen vor ihm liegen. Foto: ddp

Eine halbe Million gefälschte Sportschuhe hat der Zoll in Hamburg vernichten lassen. "Der Inhalt von 23 Containern wurde geschreddert", sagte ein Sprecher des Zollfahndungsamtes.

Avatar_shz von
27. November 2008, 08:17 Uhr

In den großen Überseehäfen Hamburg und Bremerhaven haben Zollfahnder in den vergangenen drei Jahren rund 300 Container mit Plagiaten von Markenschuhen entdeckt - rund drei Millionen Paar. Der Verkaufswert der Originalschuhe hätte bei rund 280 Millionen Euro gelegen, berichtete der Sprecher. Die Plagiate kamen aus China. In weiteren gut 30 Containern fanden die Beamten gefälschte Taschen, Lederwaren, Kleidung, Stereoanlagen und DVDs.
Allein 2006 hatte die Ermittlungsgruppe Hafen des Hamburger Zollfahndungsamtes 140 Container mit Waren von Produktpiraten beschlagnahmt. Wären die gefälschten Artikel auf den Markt gekommen, hätte dies bei den betroffenen Firmen einen wirtschaftlichen Schaden von fast 500 Millionen Euro verursacht. 2007 stellten die Beamten 103 Container sicher, 2008 bisher 90 Container. Am häufigsten fälschten Produktpiraten Sportschuhe der Firma Nike, wie der Zoll mitteilte. "Der wirtschaftliche Schaden beläuft sich allein bei dieser Firma je Container auf circa 1,3 Millionen Euro." Auch gefälschte Schuhe von Puma und Adidas zogen die Beamten aus dem Verkehr.
Der Hamburger Hafen sei meist Transitstation, um die falschen Markenartikel vor allem in ost- und südosteuropäische EU-Staaten zu liefern, hieß es. Die Kosten für die Vernichtung der gefälschten Produkte müssen die Inhaber der Markenrechte tragen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen