Kampf gegen Einbrecherbanden : Hamburger Sonderermittler in Chile

Weite Reise im Kampf gegen chilenische Einbrecherbanden in der Hansestadt: Die Hamburger Polizei schickt drei Sonderermittler nach Südamerika.

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12. Januar 2009, 06:51 Uhr

Hamburg | "Die Fahnder werden am 20. Januar nach Chile reisen, um den Chef der dortigen Kriminal polizei zu treffen", bestätigte Polizeisprecher Ralf Meyer am Wochenende. Demnach sollen bei dem ungewohnten Einsatz vor allem Hintermänner aufgespürt werden.

Hintergrund: In den vergangenen zwei Jahren habe die Zahl der Einbrüche durch Banden aus Osteuropa und Chile deutlich zugenommen, sagte Meyer. Laut Kriminalitätsstatistik stieg die Zahl aller Wohnungseinbrüche in der Hansestadt 2007 um 20,7 Prozent auf 5712 Fälle. In den ersten neun Monaten 2008 registrierten die Ermittler eine weitere Zunahme um 13 Prozent im Vergleich zum Vor jahreszeitraum.

Um gegen die Banden vorzugehen will Polizeipräsident Werner Jantosch auch eine Sonderkommission mit zwanzig Mitarbeitern einrichten. "Die Soko ist in der Gründungsphase und wird in Kürze an den Start gehen", sagte der Sprecher. Nach bisherigen Erkenntnissen klingeln die Täter zunächst an den Türen, um sich zu vergewissern, dass niemand zu Hause ist. Während sich die osteuropäischen Diebe auf kleinere Sachen wie Schmuck und Geld konzentrieren, stehlen die chilenischen Einbrecher auch Laptops und andere technische Geräte. Dabei suchten die Täter meist Einfamilienhäuser im gesamten Stadtgebiet sowie im "Speckgürtel" der Hansestadt aus.

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