Krankenhauskosten : Hamburg bundesweit am teuersten

Vorbereitung einer OP im Berliner Helios-Klinikum: Auch in der Bundeshauptstadt lagen die Kosten für einen Patienten mit 13,7 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Foto: dpa
Vorbereitung einer OP im Berliner Helios-Klinikum: Auch in der Bundeshauptstadt lagen die Kosten für einen Patienten mit 13,7 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Foto: dpa

Hamburg gibt am meisten für die Behandlung von Patienten in Krankenhäusern aus. In Schleswig-Holstein dagegen sind die Kosten deutlich niedriger.

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14. November 2007, 03:40 Uhr

Mit 4009 Euro je Behandlungsfall hat Hamburg vergangenes Jahr die höchsten Krankenhauskosten aller Bundesländer verbucht. Die Kosten je Fall sanken nur geringfügig um sechs Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Wesentlich günstiger als in Hamburg war die Behandlung in Schleswig-Holstein: Hier lagen die Kosten mit 3329 Euro fast hundert Euro niedriger als noch 2005. Die Gesamtkosten für stationäre Behandlungen in Krankenhäusern stiegen in Deutschland insgesamt um 2,3 Prozent auf 58 Milliarden Euro.
Rückläufige Zahl der Krankenhäuser und Betten in Schleswig-Holstein
Die durchschnittlichen Behandlungskosten lagen im vergangenen Jahr bundesweit bei 3447 Euro - das sind 0,5 Prozent mehr als 2005. Insgesamt wurden 16,8 Millionen Behandlungsfälle registriert. Überdurchschnittliche Kostensteigerungen je Behandlungsfall weist sie Statistik für Niedersachsen (+ 3,0 Prozent), Bayern (+ 2,6 Prozent) und das Saarland (+ 2,2 Prozent) aus. In allen neuen Ländern lagen die durchschnittlichen Kosten je Behandlungsfall unter dem Bundesdurchschnitt.
In Schleswig- Holstein ging die Zahl der Krankenhäuser um 7,7 Prozent auf 96 zurück. Die Zahl der Betten sank um 4,4 Prozent auf 15 547. Mit 32 655 Beschäftigten arbeiteten etwas weniger Menschen in den Krankenhäusern Schleswig-Holsteins als noch 2005. In Hamburg gab es laut der Statistik vergangenes Jahr 47 Krankenhäuser und Kliniken. Das ist ein Rückgang um fast zehn Prozent gegenüber 2005. Zugleich stieg aber die Zahl der Betten um fast vier Prozent auf 11 954 Plätze. Das Personal in den Krankenhäusern nahm in der Hansestadt auf insgesamt 26 565 Menschen zu.

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