Seniorenresidenz : Halb Mallorca, halb Schleswig-Holstein

Die Seniorenresidenz 'Es Castellot' liegt in einem schattigen Park.
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Die Seniorenresidenz "Es Castellot" liegt in einem schattigen Park.

Den Lebensabend im warmen Spanien verbringen - und doch die norddeutsche Heimat nicht ganz verlassen müssen? Das neue "Fifty-Fifty"-Wohnmodell ermöglicht das.

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15. Mai 2008, 12:58 Uhr

Wo kann man als Schleswig-Holsteiner seinen Lebensabend unter Spaniens Sonne verbringen und sich noch dazu wie in einer "norddeutschen Kolonie" fühlen? Das geht nur in "Es Castellot" auf Mallorca. Diese Seniorenresidenz in Santa Ponsa wurde gemeinschaftlich von der Norddeutschen Gesellschaft für Diakonie (Rendsburg) und der Evangelischen Darlehnsgenossenschaft (Kiel) gegründet – mit dem Ziel, älteren Leuten betreutes Wohnen in Urlaubsatmosphäre zu ermöglichen.

Doch: "Viele Seniorinnen und Senioren scheuen sich davor, in ihrer angestammten Heimat alle Zelte abzubrechen und ins unbekannte Ausland zu ziehen," weiß "Es-Castellot"-Geschäftsführer Uwe Daude. Daher hat er aktuell ein Fifty-Fifty-Angebot erdacht – halb Deutschland, halb Spanien. Daude: "Man mietet bei uns auf Mallorca eine Wohnung, nutzt die aber nur, aufs Jahr verteilt, sechs Monate. Dadurch ermäßigen sich die Kosten erheblich und man kann das Inselleben zu wechselnden Jahreszeiten testen." Wem auch das noch zu riskant erscheint, der kann ein oder zwei Wochen zum Probewohnen kommen. Dann sieht er, ob sich in die neue Situation einfinden kann und ob die Rente reicht. Denn ganz billig ist der Service in "Es Castellot" ist, weil zur Miete noch ein Wohndarlehen hinzu kommt.
Dennoch ist Daude mit der Auslastung der Seniorenresidenz auf Mallorca zufrieden: "Wir liegen bei über 75 Prozent. Darunter sind Mieter aus Österreich und der Schweiz genauso wie aus Rendsburg, Flensburg, Kiel und Lübeck."

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