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IT-Sicherheit : Guter Vorsatz für 2014: Computer sicherer machen

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Viren, Trojaner oder verlorene Daten: PC-Probleme können Nutzer zur Weißglut treiben – doch die lassen sich vermeiden.

Kiel | Vorsätze für das neue Jahr hat jeder: endlich mehr Sport treiben, mit dem Rauchen aufhören oder mehr Zeit mit den Liebsten verbringen. Der Tüv rät allen PC-Nutzern, auch an die IT-Sicherheit im neuen Jahr zu denken.


Passwörter erneuern

Anwender sollten ihren Computer und ihre Accounts mit sicheren Passwörtern sowie mobile Geräte durch PINs schützen. Die regelmäßige Erneuerung der wichtigsten Kennwörter hilft, Accounts und Geräte noch besser vor potenziellen Übergriffen zu schützen. Wichtig ist, dass die Passwörter sicher sind. „Meyer123“ oder der Name der Ehefrau – das reicht nicht. Nach Ansicht von Experten ist es sinnvoll, die ersten Buchstaben eines Merksatzes zu verwenden. Zum Beispiel: „Die Geburt meiner Tochter Trude war das Tollste, was ich bisher erlebt habe“. Macht: „dgmttwdtwibeh“ – lang genug und für Hacker schwierig zu knacken. Alternativ kann man sich auch eine zufällige Buchstabenreihenfolge aufschreiben und sich anschließend dazu einen passenden Merksatz bilden. Häufig wird auch empfohlen, Sonderzeichen zu verwenden und zwischen Groß- und Kleinschreibung zu wechseln. Doch das hat auch Nachteile: Das Eingeben der Zeichen auf Smartphones und Tablet-PC ist lästig, weil umgeschaltet werden muss.


Automatische Updates aktivieren

Veraltete Systeme, Programme und Dienste sind anfälliger für schädliche Software, Viren und Trojaner. Für einen dauerhaften und aktuellen Schutz empfiehlt es sich daher, bei Betriebssystemen, Virenschutzprogrammen, Browsern sowie wichtigen Anwendungen die automatische Update-Funktion einzustellen.

Microsoft hat zum Beispiel im Dezember elf Updates für 24 teil kritische Sicherheitslücken veröffentlicht. Neben dem Internet Explorer und Windows ist auch der Exchange-Server betroffen.

Die Updates werden über die automatische Update-Funktion von Windows ausgeliefert. Wer diese deaktiviert hat, sollte unbedingt manuell nach den Updates suchen.


Zurückhaltung bei sensiblen Daten

Nutzer sollten vor der Eingabe wichtiger Daten immer erst nach Anzeichen suchen, dass die Webseite sicher ist. Es empfiehlt sich daher, verschlüsselte Verbindungen, wie zum Beispiel Webadressen mit „https“ und Seiten mit einem geschlossenen Vorhängeschlosssymbol, zu nutzen. Um Spam-Nachrichten zu reduzieren, sollten Anwender zudem darauf achten, mit wem sie persönliche Informationen, wie die E-Mail-Adresse und den Instant-Messaging-Namen, teilen. Die Angabe der persönlichen E-Mail-Adresse in sozialen Netzwerken, Webverzeichnissen oder in Job-Inseraten sollte möglichst vermieden werden.

Backup durchführen

Ob defekte Hardware, unüberlegte Handlungen oder schädliche Übergriffe: Daten gehen schnell verloren. Umso wichtiger ist es, regelmäßige Datensicherungen vorzunehmen. Aktuelle Betriebssysteme machen es Nutzern heutzutage leicht, ein Backup durchzuführen, oftmals sind hierzu nur ein Knopfdruck und ein wenig Zeit notwendig.

Umstieg auf ein sicheres Betriebssystem

Privatanwender riskieren mit veralteten Betriebssystemen die Sicherheit ihrer Daten. So wird das veraltete Betriebssystem Windows XP laut StatCounter aktuell noch immer auf 14 Prozent aller Rechner in Deutschland genutzt, obwohl Microsoft den Support am 8. April 2014 endgültig einstellt. Konkret bedeutet das für alle Nutzer, dass es für Windows XP ab dem 8. April 2014 keine Sicherheitsupdates, Aktualisierungen und keinen technischen Support mehr geben wird. Mehr noch, die Verwendung von Windows XP stellt bereits jetzt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar: Laut dem aktuellen Microsoft Security Intelligence Report (SIRv15) ist Windows XP gegenüber aktuellen Betriebssystemversionen bis zu sechs Mal anfälliger für Malware.

Privatanwendern werden vielfältige Hilfen zum Umstieg angeboten. Eine davon auch von Microsoft selbst unter www.endofsupport.de.

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erstellt am 06.Jan.2014 | 15:37 Uhr

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