Elsdorf-Westermühlen : Großfeuer vernichtet Reifenhandel

Löschen von oben - das Feuer wurde noch in der Nacht zu Dienstag unter Kontrolle gebracht. Doch das Gebäude war nicht mehr zu retten. Foto: Feuerwehr
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Löschen von oben - das Feuer wurde noch in der Nacht zu Dienstag unter Kontrolle gebracht. Doch das Gebäude war nicht mehr zu retten. Foto: Feuerwehr

Ein Reifenhandel in Elsdorf-Westermühlen bei Rendsburg ist in der Nacht vollständig abgebrannt. Der Schaden wird auf eine halbe Million Euro geschätzt, verletzt wurde niemand.

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18. November 2008, 04:56 Uhr

Sieben Feuerwehren, 150 Einsatzkräfte und eine Materialschlacht: Ein Großfeuer in einem Reifenhandel in Elsdorf-Westermühlen bei Rendsburg hat am Montagabend die Einsatzkräfte gefordert. Kurz vor 19 Uhr wurde der Brand in einem Reifenhandel in der Hauptstrasse in Elsdorf-Westermühlen entdeckt. Die Freiwillige Feuerwehr Elsdorf-Westermühlen forderte umgehend die Kameraden aus Hohn nach. Deren Wehrführer Olaf Brumm berichtete: "Der Dachstuhl brannte bereits lichterloh. Wir ließen daraufhin sofort die Wehren aus Rendsburg, Fockbek, Hamdorf und Bargstall nachalarmieren."
Menschen waren nicht in Gefahr, so dass sich die Feuerwehren sofort auf die Brandbekämpfung und das Schützen der Nachbargebäude konzentrieren konnten. Mit einem Wasserwerfer schützten sie das Wohnhaus am Reifenhandel und ein Nachbarhaus, das in Windrichtung lag und dem enormen Funkenflug ausgesetzt war. Der gesamte Dachboden des rund 40 Meter breiten ehemaligen landwirtschaftlichen Wirtschaftsgebäudes diente als Lager für tausende von Auto- und Motorradreifen und Felgen. Diese brannten wie eine Fackel.

Keine Gefahr durch Giftgase
Daher wurde der Löschzug Gefahrgut (LZ-G) des Kreises Rendsburg-Eckernförde alarmiert. Er sollte messen, ob der giftige Rauch für Anwohner gefährlich war. Zugführer Martin Schuldt konnte nach einiger Zeit Entwarnung geben: "Durch die enorme Hitze und Thermik haben sich giftige Schadstoffe schnell verflüchtigt oder sind verbrannt. Im späteren Verlauf des Einsatzes haben wir zwar Verbrennungsprodukte in der Luft nachweisen können, die aber allesamt unter den Grenzwerten lagen."
Die Feuerwehr Rendsburg setzte eine Drehleiter und ihren Teleskopmast ein, um das Flammenmeer von oben zu bekämpfen. Erst um 22 Uhr war das Feuer im Griff, die Feuerwehr aus Elsdorf-Westermühlen war aber noch die ganze Nacht mit Nachlöscharbeiten beschäftigt.
Die Kripo nahm noch während der Löscharbeiten die Ermittlungen auf, konnte zur Brandursache jedoch keine Angaben machen. Den Schaden bezifferten Feuerwehr und Kripo auf mindestens 500.000 Euro. In dem Gebäudekomplex aus den 50er Jahren hatten neben dem Reifenhandel auch eine Firma für alternative Energien und eine so genannte "Schrauber-Werkstatt" für Bastler Räume gemietet. Wie hoch deren Schaden durch den Brand und Löschwasser ist, ist noch völlig unklar.

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