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Krankschreibungen in SH : Grippewelle kommt: „Überall schnieft, niest und hustet es“

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Die Krankmeldungen nehmen zu – und das Robert-Koch-Institut rechnet mit der Ausbreitung von Influenza. Doch die Grippewelle kann jetzt noch eingedämmt werden.

Kiel | Die Grippewelle im Norden rollt langsam an - „überall schnieft, niest und hustet es“, teilte die AOK Nordwest mit. In den vergangenen zehn Tagen hätten die Krankschreibungen in Schleswig-Holstein deutlich zugenommen. „Allein bei unseren Mitgliedern haben wir einen Anstieg von fast 20 Prozent zu verzeichnen“, sagte AOK-Sprecher Jens Kuschel. Die Krankschreibungen erfolgten vor allem aufgrund von grippalen Infekten (nicht Grippe) und Erkrankungen der oberen Atemwege. Kuschel betonte aber, dass der Anstieg der Krankmeldungen in dieser Jahreszeit nichts Außergewöhnliches sei.

Grund zur Beunruhigung gibt es aber nicht. Denn trotz der winterlichen Witterung sind in Schleswig-Holstein und Hamburg bisher relativ wenig Menschen an Grippe erkrankt. Laut Experten ist derzeit noch ein geeigneter Zeitpunkt für eine Grippeschutzimpfung. Vor allem alte Menschen und chronisch Kranke, aber auch medizinisches Personal sollten vorsorgen.

Das schleswig-holsteinische Gesundheitsministerium wies darauf hin, dass auch eine Impfung für Kinder und Jugendliche sinnvoll sei: „Je mehr Menschen sich impfen lassen, desto eher kann man eine Ausbreitung der Erkrankung eindämmen und damit auch diejenigen schützen, die selbst keine Impfung erhalten können - wie beispielsweise Säuglinge bis zu einem Alter von sechs Monaten“. Nach Angaben der AOK werden Grippeschutzimpfungen von den gesetzlichen Krankenkassen für ihre Versicherten bezahlt.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Kiel sind in dieser Woche zwei Influenza-Fälle gemeldet worden. In der vergangenen Woche waren es 53, davon allein 36 in Kiel. In den vergangenen vier Wochen waren es insgesamt 95. „Die Zahlen liegen bisher etwa im üblichen Rahmen“, sagte ein Ministeriumssprecher. Der Praxisindex der Arbeitsgemeinschaft Influenza des Robert-Koch-Instituts deute aber darauf hin, dass die Zahlen jetzt ansteigen werden.

In Hamburg wurden in den ersten drei Wochen des Jahres 32 Fälle registriert. „Das ist ganz normal“, sagte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde. Erst bei drei- oder vierstelligen Zahlen könne von einer Grippewelle gesprochen werden. Irgendwann kommt es in jeder Saison zu einer Grippewelle, die von Jahr zu Jahr unterschiedlich heftig ausfalle.

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erstellt am 04.Feb.2015 | 17:15 Uhr

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