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Influenza : Grippewelle 2016: In SH wird geniest und gehustet

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Anfang März hat das Robert-Koch-Institut den höchsten Wert an Influenza-Fällen in Deutschland gemeldet. SH steht dem in nichts nach.

shz.de von
erstellt am 10.Mär.2016 | 19:53 Uhr

Kiel | Trotz des nahenden Frühlings ebbt die Grippewelle in Schleswig-Holstein nicht ab. Die Landeshauptstadt sowie die beiden Kreise Steinburg und Pinneberg sind in diesem Jahr offenbar die Influenza-Hochburgen im Norden. Hier sehen Sie eine Karte.

Allein in der vergangenen Woche meldete Kiel 87 Neuerkrankungen, Steinburg 40 und Pinneberg 60. Im Psychiatrie-Zentrum der Universität Kiel mussten Anfang dieser Woche sogar zwei Stationen schließen, weil sich dort die Influenza-Fälle stark häuften. „Versorgungsengpässe gibt es dadurch aber nicht“, versicherte Sprecher Oliver Grieve.

Am wenigsten leiden derzeit Bürger in den Kreisen Dithmarschen, Nordfriesland und Schleswig-Flensburg sowie in Neumünster unter der lästigen und meist mit plötzlichem hohem Fieber einhergehenden Grippe. Hier liegt die Zahl der Neuerkrankungen jeweils im einstelligen Bereich.

In der 9. Kalenderwoche (Datenstand 8.März) wurden dem zuständigen Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin 6389 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle in ganz Deutschland gemeldet. Das ist der höchst Wert in diesem Jahr. Seit dem Saisonbeginn im Herbst wurden rund 26.200 bestätigte Fälle gemeldet. Nicht eingerechnet ist die unbekannte Zahl der nicht im Labor bestätigten Krankheitsfälle.

Waren anfangs vor allem 15- bis 60-Jährige betroffen, wirft die Influenza jetzt zunehmend auch Schulkinder um. Auch der Typ ändert sich. War zu Beginn der diesjährigen Grippewelle einige Wochen lang das Virus A(H1N1)pdm09 – besser bekannt als Schweinegrippe – vorherrschend, so dominiert jetzt der Influenza Typ B , wie das RKI im Wochenbericht meldet.

Solche Verschiebungen im Verlauf einer Welle seien aber nicht ungewöhnlich, erklärt Silke Buda vom Robert-Koch-Institut. Bundesweit starben bislang 72 Menschen. Ein Ende der Infektionswelle ist nach Angaben von Buda nicht in Sicht. „Wir befinden uns noch mittendrin“, sagte sie. Größere regionale Infektionsschwerpunkte seien in diesem Jahr nicht zu erkennen.

In Schleswig-Holstein hatte die Grippewelle Ende Januar Fahrt aufgenommen, als erstmals mehr als 100 nachgewiesenen Infektionen in einer Woche gemeldet worden waren. Anfang März kletterte die Zahl der neuen Fälle in einer Woche dann über die 300er Marke auf 333.

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